Archiv der Kategorie 'innere Einstellung'

Das Leben aus der Sicht einer schönen Frau

Dienstag, Februar 22nd, 2011

Sexy Girls in Thailand

Gastbeitrag von Mark Manson, practicalpickup.com (übersetzt aus dem Englischen)

Attraktive, heiß begehrte Frauen haben ein leichtes Leben, oder? Sie bekommen immer, was sie wollen, sie fallen immer auf und alles wird ihnen geschenkt, so scheint es. Sie haben keine Probleme, ein Date zu bekommen oder jemanden abzuschleppen. Das läuft alles von ganz allein.

So einfach ist es aber nicht.

Ich war gerade einen Monat in Thailand und meine Erfahrungen mit Frauen hier waren…hhmmmm, sagen wir mal, anders.

Falls ihr es nicht wisst, nirgendwo sonst auf der Welt dürfte es so einfach sein, Sex zu haben, wie in Thailand – besonders als Weißer. Dafür gibt es gute Gründe. Achtzig Prozent der jungen Frauen hier sind entweder Prostituierte, nur aufs Geld aus oder von der westlichen Kultur besessen – oder sogar eine komische Mischung aus all dem.

(Denkt dran, bevor ihr euch abturnen lasst von der ganzen Geldgeilheit hier, ein Mädchen zum Essen auszuführen kostet hier nicht mehr als einen Euro. Und dann ist sie vielleicht noch ohne Strom oder fließendes Wasser aufgewachsen, mit sechs hungernden Geschwistern und einem Vater, der sie missbraucht hat.)

Die Frauen hier lieben weiße Männer. Die Thai-Männer sind von Natur aus eher klein, still und haben keine Manieren. Die weißen, westlichen Männer hingegen mit ihrer kräftigen Statur, ihrem kantigem Kinn und ihren dicken Brieftaschen sind für die Frauen hier der Hauptgewinn.

Sagen wir es mal so – und das ist nicht übertrieben – wenn du weiß bist, größer als 1,60 Meter und jünger als 40, bist du eigentlich ein Supermodel, dass jedes Mädchen mit nach Hause nehmen kann – JEDES MÄDCHEN. Und der Effekt ist der selbe, wenn du schwarz, Indianer, Latino, kleiner oder übergewichtig bist – nur etwas schwächer.

Ein Beispiel. Ich habe die letzten 30 Tage in einer kleinen Stadt am Strand von Phuket gelebt, etwa eine halbe Stunde weg von den ganzen Partys und Prostituierten in Patong und etwa eine dreiviertel Stunde weg von der Hauptstadt der Insel. Ich bin also ganz und gar nicht in einer Partyzone und bin nur vier Mal ausgegangen in der ganzen Zeit. Aber ich werde drei bis fünf Mal am Tag angemacht – nicht in Bars oder Clubs – sondern einfach auf der Straße. Kellnerinnen setzen sich hin, um mit mir zu reden; Frauen rufen mir von der anderen Straßenseite was zu und ich hatte bereits zwei Heiratsanträge und etwa drei bis vier eindeutige Angebote pro Woche. Und da sind die Prostituierten in Patong noch gar nicht mitgezählt.

Um es klar zu sagen, hier bin ich der perfekte Mann, ein Volltreffer.

Und das Interessante bei dieser ganzen Aufmerksamkeit, all diesen Angeboten und der Belästigung – und das ist es wirklich nach einer Weile – ist, wie sich deine Denkweise verändert. Nach zwei Wochen hatte meine Einstellung merklich gewechselt. Nach einem Monat fühlte ich mich wie in der Twilight Zone. Selbst die einfachsten Datingtricks schienen eher wie ein Fluch auf mir zu liegen.

Ich wurde die Person, die ihre Schönheit und ihren Status nutzen kann, um all die Aufmerksamkeit und Gefallen zu bekommen, die sie will. Ich bin plötzlich auf der anderen Seite und kann sagen, wie es ist, begehrt zu sein und was wir daraus lernen können.

Das Ende von Sex, wie wir ihn kennen

Die erste Veränderung dreht sich um Sex. In der ersten Woche habe ich mit zwei Mädchen geschlafen, an den einzigen beiden Tagen, an denen ich aus war. Ich hätte wahrscheinlich auch mit vier oder fünf Mädchen schlafen können, aber bin bei einer geblieben (Verflixt!).Wenn ich gewollte hätte, hätte ich an jedem Tag mit einem Mädchen schlafen können (Ich habe ein paar Australier getroffen, die das auch tatsächlich gemacht haben).

Aber Sex war sehr schnell nicht mehr das Wichtigste. Du kennst das Sprichwort „Man will immer das, was man nicht haben kann“. Und es war so wahr in dieser Situation! Ich denke, in unserer westlichen Gesellschaft rührt unsere Besessenheit von Sex daher, dass er immer von uns ferngehalten wird und teilweise immer noch ein Tabu ist in unserer Kultur, besonders in den USA.

Hier ist es so gewöhnlich wie Gassi gehen. Und deswegen geht der ganze Spaß dabei verloren. Normalerweise ist das Flirten und die ganze Anbahnung ein faszinierendes Abenteuer, bei dem wir schließlich mit dieser glückseligen Erfahrung Sex belohnt werden – hier ist es etwa so spannend wie die Auswahl eines Steaks von der Speisekarte.

Wenn du das liest, denkst du vielleicht „Wow, das klingt ja echt super!“, und das ist es auch – für etwa drei Tage. Danach bist du gelangweilt. Und du bemerkst, dass beiläufiger Sex langweilig geworden ist und wunderst dich, wo deine Männlichkeit geblieben ist. Aber ich schweife ab…

Denn man kann sich diese Erfahrung zu Hause nützlich machen. In den USA geht man davon aus, dass Mann und Frau geil sind und gerne Sex haben, Männer denken STÄNDIG daran, aber Frauen können auch ein paar Wochen oder sogar Monate ohne.

Natürlich denken wir Männer dauernd daran, wir wissen schließlich nicht, wann es wieder so weit ist! Frauen hingegen können fast immer Sex haben, also müssen sie sich nicht so sehr darum kümmern. Aber es ist interessant zu sehen, was passiert, wenn sich die Rollen vertauschen.

Der richtige Platz, die falsche Zeit

Pro Woche machen mich hier etwa 20 bis 40 Frauen an, in Patong kommen pro Nacht noch Mal zehn bis 20 hinzu. Frauen, die AUF MICH zukommen. Durchgehend. Bis zu dem Punkt, wo ich es gar nicht mehr registriere.

Das Interessante ist meine Reaktion darauf, die sich bei mir entwickelt hat. Und die hat kaum was mit dem Mädchen selbst zu tun. Sofern sie nicht außergewöhnlich scharf ist (und das ist selten), kommt es fast nie darauf an, was sie sagt, was sie tut oder wie sie aussieht. Wenn ich nicht in Stimmung zum Flirten oder für Sex bin, ist sie mir egal.

Um es deutlich zu machen: Ihr Erfolg wird eher von meiner Stimmung als von ihrem Verhalten bestimmt. Wenn ich es eilig habe oder gerade über berufliche Sachen nachdenken muss und ein Mädchen spricht mich an, versuche ich reflexartig das Gespräch abzuwürgen. Es hat nichts damit zu tun, dass ich sie nicht mögen würde oder sie ein schlechter Mensch ist, nicht mal, dass sie nicht attraktiv ist, sondern einfach weil ich nicht in Stimmung bin. Lass mich alleine.

Diese Denkweise ist natürlich ein Luxus, weil ich weiß, dass es noch viele Gelegenheiten geben wird.

Andrerseits, wenn ich ein Mädchen haben will (was immer weniger passiert), braucht es keine zwei Minuten, um eine zu bekommen. An einem Samstag ging ich mit einem kanadischen Kumpel nach Patong. Wir hatten gerade eine Woche Muay Thai-Boxen hinter uns und wollten uns besaufen und Sex haben.Wir tranken was, sahen uns um und erblickten zwei heiße Thai-Miezen, die an einer Stange neben dem Dancefloor tanzten. „Lass uns da hoch und mit denen tanzen“, schlug mein Kumpel vor. Nie im Leben lassen die das zu, dachte ich. Und dann fiel mir wieder ein, wo ich war.

Wir sprangen hoch und die beiden Mädels grinsten und tanzten sofort mit uns. Es waren keine Nutten, nur zwei ganz normale thailändische Mädchen, die vielleicht hofften, einen Touri abzuschleppen. Leute wie wir.

Wir tanzten zehn Minuten eng mit ihnen, dann sind wir abgehauen. Warum? Nicht, weil sie hässlich waren. Nicht, weil wir sie nicht mochten. Es war, weil wir es konnten. Es würden noch viele andere kommen, also warum nicht?

Ich hatte so was über begehrte Frauen immer schon vermutet, aber erst jetzt, als ich es hier selbst erlebt habe, weiß ich Bescheid. Ob du bei einem Mädchen Erfolg hast – besonders bei sehr hübschen – hängt viel mehr davon ab, wie sie gerade drauf ist, als von der Taktik der Männer, die sie ansprechen.

Mit anderen Worten: Je sexier das Mädchen, um so schwieriger wird es. Du musst sie in einem günstigen Moment erwischen oder/und etwas Besonderes machen, das sie überrascht. Und das bringt mich zu meinem nächsten Punkt.

Zeig mir etwas Gutes

Ich denke mal, wenn man der Hälfte der Thaimädchen, die mich angeflirtet haben, Englisch beibringt und sie in einer amerikanischen Stadt absetzt, machen sie in 30 Sekunden einen Typen klar. Sie sind süß. Manche sind echt heiß. Und oft sind sie witzig. Und unglaublich offensiv.

Aber ich muss sagen, diese Reise hat mir die Sichtweise unserer Frauen vor Augen geführt: Ständig kommt jemand an, aber er hat nichts Interessantes zu bieten. Das frustriert und nervt. Es ist nichts Persönliches, nicht dass diese Mädchen irgendwie blöd sind oder so. Sie haben einfach nichts zu bieten, was mich interessiert.

Ich hänge rum mit meinen Freunden, wir trinken etwas, und irgendein Mädchen pflanzt sich auf meinen Schoß, erzählt mir, wie toll ich bin bla bla…und das ist alles. Sie sitzt einfach nur da und nicht mehr.

Das ist die weibliche Version von „Annähern und langweilige Interviewfragen stellen“ (ein Punkt aus meinen Ratgebern). Und das muss schief gehen, vor allem, weil es wirklich verzweifelt ist.

Ich weiß, dass das armselig klingt, aber ich würde morden für ein Mädchen, das irgendein interessantes Hobby oder eine besondere Leidenschaft hat oder mit mir über irgend etwas Neues und Interessantes reden kann. Aber in meiner ganzen Zeit hier habe ich nur ein einziges Thaimädchen getroffen, die so drauf war.

Und jetzt ratet mal? Sie hat einen 30-jährigen Typen aus Kalifornien, der mit ihr acht Monate im Jahr in Thailand verbringt. Er ist ein cooler Typ, nicht einer von diesen gruseligen, alten Knackern, die man da manchmal rumkreuchen sieht.

Und warum hat sie so einen Typen? Weil sie wundervoll ist! Sie ist cool, sie ist witzig, sie hat Persönlichkeit und kann über alles Mögliche reden. Sie hat mir gezeigt, wie man Reis aus Bambusrinde herausschälen kann und wie man Kokosnüsse aus dem Baum schüttelt. Sie hat mir ihr Motorrad für einen Tag geliehen. Sie musste das nicht tun, sie wollte ja nichts von mir. Sie ist einfach nur ein richtig cooles Mädchen, und deswegen hat sie es als eine der wenigen auch geschafft, sich einen Typen aus dem Westen zu angeln.

Ich weiß, dass es eine Sprachbarriere gibt, also will ich auch nicht zu hart sein zu diesen Mädchen. Aber ich war ja auch auf der anderen Seite. Wenn du der Verführer bist, ist es dein Job, interessante Kommunikation zu machen. Du gehst ja auch nicht einfach hin und sagst „Hier sind meine Möpse“.

Deswegen mag ich auch keine Stripclubs in den USA. Du bezahlst ein Heidengeld, damit sich ein hübsches Mädchen auf deinen Schoß setzt und dafür ihren Mangel an Enthusiasmus und Persönlichkeit offenbart. Eine kleine verzweifelte Welt.

Ich sage das eigentlich in allen meinen Produkten und Seminaren, aber fragt euch mal selbst: Was unterscheidet euch von den letzten zehn Typen, die sich mit der Frau unterhalten haben? Was macht euch einzigartiger, attraktiver? Wenn du das nicht sofort beantworten kannst, wirst du es mit den richtig heißen Ladys niemals hinkriegen.

Es klingt hart, aber wenn die Frau hier in Thailand mir nichts zu sagen hat, wenn sie mich nicht irgendwie emotional anregen kann und mir was vorspielt, stehe ich auf und gehe einfach. Es ist nichts Persönliches. Ich mache es, weil ich es kann.

Wenn du Frauen ansprichst und sie weggehen, liegt es wahrscheinlich daran, dass du nur zeigst „Ich habe einen Penis und finde dich sexy“. Das ist zwar nett, aber WAS NOCH?

Ausdauer zahlt sich aus

Ich bin jetzt in den letzten zwei Wochen in so einer Art entspanntem Zölibat gelandet. Zu einem gewissen Grad. Ich hänge mit ein paar Touris rum. Sie wollten etwas Gesellschaft und es war echt witzig und es brauchte mehr als einfach nur weiß zu sein.

Zu den Thaifrauen hatte ich in der letzten Hälfte meines Aufenthaltes ein eher asexuelles Verhältnis. Mit zwei Ausnahmen: Rose und Kwan.

Rose arbeitet an der Bar die Straße runter. Vor einem Monat hat sie „Hallo“ gesagt und gelächelt, als ich vorbei gegangen bin. Das ist ganz normal, nicht nur für thailändische Frauen, sondern für die thailändische Kultur allgemein (sehr freundlich). Ich hab mir nichts weiter gedacht und bin weiter. Irgendwann hat sie mich dann mal auf einen Drink eingeladen. Sie setzte sich zu mir und sagte, ich sei sehr schön. Sie ist schon etwas über ihren Zenit hinaus, vielleicht Anfang 30 - das ist für die Verhältnisse hier viel zu alt. Netter Körper, mieses Gesicht.

Wir unterhielten uns, ihr Englisch war schlecht, aber die Botschaft war klar: Sie mochte mich wirklich. Ich war ein Gentleman und nahm den Ball auf. Wie die Tage vergingen, wurden aus den „Hallos“ Umarmungen, bis sie mich schließlich wirklich die Straße runterjagte und mir erzählte, wie sie mich vermisst und dass sie mich sehen will. Sie bot an, meine Freundin zu werden. Ich lehnte dankend ab. Tage wurden zu Wochen, und es ging so weiter, Tag für Tag.

Irgendwann riefen sie die Mädchen in der Bar schon, wenn ich vorbei gelaufen bin, so dass sie mich nicht verpasst. Sie haben sie richtig angefeuert. Es war so eine Art Spielchen und ich muss gestehen, es war schmeichelhaft und die Aufmerksamkeit war jetzt wieder schön.

Und obwohl ich nie mit Rose geschlafen habe, will ich euch das Eine sagen: Es gab ein, zwei Nächte, wo ich alleine in meinem Zimmer war, irgendwie müde, aber auch geil. Und ich dachte „Ich könnte jetzt einfach die Straße runter und mir die Kleine schnappen“. Sie war immer die erste Alternative. Ehrlich gesagt, wenn sie nur zwei, drei Jahre jünger gewesen wäre, hätte ich es auch gemacht. Und einfach nur, weil sie so ausdauernd war. Sie war ständig um mich herum. Immer abgewiesen (Sei stets ein Gentleman, wenn du Frauen einen Korb gibst!), aber sie hat es immer wieder versucht.

Kwan hingegen, war sehr schüchtern. Sie war Kellnerin in dem Restaurant, wo ich jeden Tag aß. In den ersten beiden Wochen hat sie mich angelächelt und „Hallo“ gesagt, das war’s. Ich dachte, sie spricht wohl nicht so gut Englisch. Sie war sehr süß, aber auch ziemlich jung, ich denke mal 18. Ab und zu hab ich mal hochgeschaut und erwischte sie, wie sie mich anguckte. Sie lächelte, wurde dann aber schüchtern und sah weg. Es war wirklich süß.

Sie war ein gutes Mädchen, ging nie in irgendwelche Bars und war offensichtlich unerfahren, was Flirten mit westlichen Männern angeht.

(Es gibt drei Kategorien von thailändischen Mädchen: Gute Mädchen, Bar-Mädchen und Prostituierte. Prostituierte sind Prostituierte, auch wenn sie manchmal kein Geld verlangen, wenn sie dich mögen. Gute Mädchen sind genau so, wie es sich anhört, eben gute, ordentliche Mädchen. Sie wollen einen Freund und keine Spielchen. Und Bar-Mädchen sind eine komische Mischung aus beiden, die ich noch nicht ganz kapiert habe. Das sind normalerweise hübsche Thaimädchen, deren Familie und Freunde sie ermutigen, sich in einer Bar einen reichen Mann aus dem Westen zu angeln. Das klingt natürlich scheiße, aber wenn du weißt, dass du mit 250 Euro eine ganze Familie für Monate ernähren kannst, ist das eine gute Investition. Oft nutzen Bars solche Mädchen, damit du zu ihnen kommst und dann bescheißen sie dich bei den Getränken. Oder sie gehen mit dir nach Hause, wenn sie dich mögen, aber du musst den Barbesitzern Geld bezahlen, weil die Mädchen dann ja nicht mehr dort arbeiten können. Die Bars holen sich also hübsche Mädchen, um die Touristen anzulocken. Die Mädchen bekommen viele Möglichkeiten, ausländische Männer zu treffen. Und die Männer kriegen Frauen auf Schritt und Tritt. So ist jeder glücklich…irgendwie.)

Erst in meiner letzten Woche hier hat Kwan sich mir etwas geöffnet. Sie fragte mich, ob Rose meine Freundin sei, weil sie mich immer umarmte. Es begann ganz unschuldig mit einem Gespräch über Rose und wandelte sich dann dazu, was ich in diesem Artikel erklärt habe: Dass Frauen aussuchen wie aus einer Speisekarte keinen Spaß macht, dass ich eine Frau möchte, die etwas mehr anzubieten hat, als nur gutes Aussehen. Nämlich Persönlichkeit.

Kwan fing an zu leuchten wie ein Weihnachtsbaum und wurde sehr aufgeregt. Sie kam und setzte sich, legte ihre Hand auf meinen Arm und sagte „Mark, du guter Mann! Ich mag das! Du guter Mann!“ Ihr Englisch war plötzlich ganz gut. Offensichtlich war sie die ganze Zeit zu eingeschüchtert, mit mir zu sprechen. Jetzt nicht mehr. Sie sah mich immer noch an und lächelte immer mehr. Wir saßen und redeten eine Weile, flirteten ein bisschen, aber sehr sanft. Sie ist trotz allem schüchtern.

Unglücklicherweise musste ich am nächsten Tag nach Bangkok. Ehrlich gesagt, ich weiß nicht, ob was passiert wäre, wenn ich es versucht hätte. Aber obwohl ich dutzende Male angemacht wurde, ist sie das einzige thailändische Mädchen, das in meiner letzten Woche in Phuket wirklich meine Beachtung gefunden hat.

Das Fazit

Was lernen wir daraus? Man kann sagen, zwei Punkte zahlen sich aus: Geduld und der Außenseiter-Effekt. Da wirklich heiße Frauen die ganze Zeit so viele Optionen haben und der entscheidende Faktor eher IHRE Stimmung als DEIN Verhalten ist, geht es darum, dich so oft wie möglich in die richtige Position zu bringen und auf den richtigen Moment zu warten.

Ich habe Geschichten gehört von Typen, die drei, vier Wochen hinter einem Mädchen hinterher telefoniert haben, bevor es geklappt hat. Wenn sie dir zunächst einen Korb gibt, weil es vielleicht der falsche Zeitpunkt ist, musst du einfach nur so lange am Ball bleiben, bis der richtige Zeitpunkt gekommen ist.

Der andere Punkt ist der Außenseiter-Effekt. Der Außenseiter ist der Typ, der immer in der Nähe ist und verfügbar, aber nicht fordernd…Er wartet den richtigen Augenblick ab und schlägt dann zu.

Aber du musst damit auch sehr vorsichtig sein, es gibt einige Fallen, in die du tappen kannst. Verwechsele ausdauernd nicht mit nervig. Es gibt einen Unterschied, ob sie sich zu dir hingezogen fühlt, aber vielleicht gerade nicht interessiert ist oder ob sie gar nichts für dich übrig hat. Das musst du erkennen.

Außerdem kannst du auch in die „Freundschafts-Zone“ abrutschen und immer noch denken, du seist ein potenzieller Kandidat. Aber ein Außenseiter darf niemals ein platonischer Freund werden. Er ist einfach nur der Typ, der auf seine Chance wartet.

Ich hoffe, diese neuen Perspektiven helfen dir zu verstehen, wie begehrte, attraktive Frauen die Welt wahrnehmen. Ich hatte einiger dieser Sachen geistig schon vorher verstanden, aber erst jetzt in Thailand habe ich am eigenen Körper diesen Sinneswandel gefühlt.

Das sollte dir helfen, zumindest erst Mal die Sicht einer Frau einzunehmen, die oft angesprochen wird, wenn es nicht so gut für dich läuft. Für mich gilt: So sehr ich Asien liebe, kann ich es nicht erwarten wieder zurück zu westlichen Frauen zu kommen. Diese Erfahrung hat mich eins gelehrt: Ich bin lieber der Jäger als der Gejagte.

Bis zum nächsten Mal, Freunde – und genießt die Jagd….

Mach jetzt den ersten Schritt und hol dir mein kostenloses Dating-Coaching in dein E-Mailpostfach! (”Diese Artikel per E-Mail sind echt die besten, die ich je gelesen habe. Jede einzelne macht absolut Sinn und öffnet mir die Augen ein Stück weiter.” - Roman, Bad Reichenhall)

Popularity: 16% [?]

Keine Tags zu diesem Beitrag.

Traumfrau finden: Bist du ein Serienflirter?

Mittwoch, Januar 12th, 2011

Der durchschnittliche Mann heute ist ein “Serienflirter”.

Bei ihm läuft das Liebesleben ungefähr so ab:

  1. Er sieht eine neue “ganz besondere Frau”.
  2. Er richtet alle Aufmerksamkeit auf diese eine Frau.
  3. Die Frau fühlt sich unter Druck gesetzt und läuft weg, und er ist bitter enttäuscht.

Anders gesagt:

Er springt sein Leben lang von einer Hoffnung zu nächsten, und enttäuscht sich am Ende jedes Mal selbst.

Hoffnung, Enttäuschung, Hoffnung Enttäuschung…

Ehe du dich versiehst, sind zwei Jahre vergangen… oder fünf… oder zehn, und du bist trotzdem noch allein

Wie geht es anders?

Ganz einfach:

PARALLEL-FLIRTEN.

Du VERTEILST deine Aufmerksamkeit auf mehrere Frauen.

Du lernst mehrere interessante Frauen gleichzeitig kennen.

Und der einzelnen Frau tust du damit sogar einen Gefallen, weil du nicht all deine Hoffnungen auf ihr ablädst und sie damit unter Druck setzt. Sie wird sich besser fühlen (und mehr Anziehung zu dir empfinden), wenn du neben ihr noch andere Frauen triffst.

Klar, das kann sich ändern, nachdem ihr miteinander geschlafen habt und sich etwas Echtes, etwas Körperliches zwischen euch entwickelt. Wenn sie dich wirklich mag, will sie dich dann womöglich für sich alleine haben. Aber VORHER tust du ihr keinen Gefallen, wenn du “wegen ihr” keine anderen Mädels kennenlernst.

Denkst du, sie will dafür verantwortlich sein, dass du an deiner Traumfrau vorbeigehst… vor allem dann, wenn SIE SELBER sich noch gar nicht sicher ist, ob es mit euch funktioniert oder nicht? Das wäre schmerzhaft für sie — und solange sie keine Masochistin ist, wird sie weder sich noch dir das antun wollen.

Solange du all deine Erwartungen und all deine Hoffnungen auf eine Frau konzentrierst, passieren zwei Dinge:

1. Du setzt SIE unter Druck (mit der Folge, dass sie wahrscheinlich Reißaus nimmt), und

2. Du setzt DICH selber unter Druck (mit der Folge, dass du verklemmt bist und Angst hast, “es zu verhauen”, weil sie ja “deine einzige Chance ist”).

Die Wahrheit ist:

Eine Frau will keinen Mann, der sie als seine einzige Chance sieht. (Nicht, wenn sie gesund ist und keine Psychopathin oder Masochistin, die es genießt, andere leiden zu sehen. Falls sie so eine ist, solltest sowieso DU derjenige sein, der Reißaus nimmt!)

Eine Frau will nicht, dass du deshalb mehr von ihr willst, weil sie deine einzige Chance ist… sie will, dass du mehr von ihr willst, weil du sie ERWÄHLST.

Eine Frau will nicht verantwortlich dafür sein, dass du dir alle anderen Optionen abschneidest, noch bevor sie überhaupt weiß, ob sie dich und nur dich will.

Stell dir vor, sie sagt ja zu einem Date mit dir, und noch bevor ihr euch trefft, lässt du alle anderen Frauen links liegen. Und dann trefft ihr euch einmal. Und ihr trefft euch zweimal. Aber sie fühlt vielleicht nix. Sie gibt sich Mühe, sie mag dich “als Freund”, aber sie fühlt keine Anziehung. Wie würde sie sich jetzt fühlen, wenn sie wüsste, dass du “wegen ihr” all deine anderen Optionen in den Wind geschmissen hast? Richtig: Sie würde sich schuldig fühlen, und miserabel dafür, dass du alles auf sie gesetzt hast, und sie dich jetzt “enttäuscht”.

Willst du, dass sie sich miserabel fühlt?

Stell dir vor du wirst 10 Frauen treffen im nächsten Jahr:

Alle sehen süß aus, aber die ersten 9 davon sind nur halbwegs auf deiner Wellenlänge, und nicht wirklich von dir angezogen. Sie lassen sich auf deine Gesellschaft ein, weil sie im Moment nichts Besseres haben, und weil sie hoffen, dass sich vielleicht doch was entwickeln könnte. Mit diesen 9 Frauen musst du dir extreme Mühe für jeden einzelnen Schritt geben, und immer hast du das Gefühl, dass es nicht richtig läuft…

Doch Frau Nummer 10 ist der perfekte Treffer für dich. Mit ihr passt du perfekt zusammen. Sie lächelt dich an von dem Moment an, wo ihr euch trefft. Du brauchst sie nicht zu “überzeugen” dich wiederzusehen, sondern sie gibt dir von sich aus ihre Nummer. Wenn du ihr SMS schreibst, schreibt sie dir zurück. Sie stellt dir Fragen. Sie freut sich, dich zu treffen. Sie lächelt dich an. Hält deine Hand. Geht mit dir nach Hause. Genießt jede Minute mit dir.

Wenn du ein Serienflirter bist, wirst du zu Frau #10 womöglich nie kommen:

Du wirst deine Zeit mit den ersten 9 Mädels aufreiben… und womöglich gibst du zwischendrin ganz auf, weil du denkst, es liegt an dir, dass es mit denen nicht voran geht.

Oder vielleicht kriegst du es mit Biegen und Brechen hin, dass du mit einer der 9 zusammen kommst… nicht weil es sich “richtig” anfühlt, sondern weil du Angst hast, sie gehen zu lassen… Weil du glaubst, dass sie deine letzte Chance ist… Und weil dein Ego dir einredet, dass du ein “Versager” wärst, wenn du die Sache “nicht zu Ende bringen” würdest. Und dann steckst du für 2, 3 Jahre in einer Beziehung fest, die von von vornherein zum Scheitern verurteilt ist:

Du wirst nie wirklich glücklich mit ihr sein, weil du unterbewusst genau weißt, dass sie nur mit dir zusammen ist, weil du so ein geschickter Spieler bist… und natürlich weil sie bis jetzt keine bessere Option gefunden hat. Sie und du, ihr kneift beide die Augen vor der Realität zu, weil ihr beide Angst habt. Angst vor dem Alleinsein. Angst davor, dass “Ende der Fahnenstange” ist, und dass ihr, wenn ihr jetzt nicht festhaltet was ihr habt, nie wieder etwas Besseres finden werdet. Ihr seid nicht zusammen, weil ihr euch liebt. Ihr seid zusammen, weil ihr Angst habt, loszulassen… Angst vor dem Ungewissen.

Und wenn das Leben dir eines Tages die Augen öffnet, und diese Beziehung in die Brüche geht, werden 3 Jahre vergangen sein… und dann ist Mädchen Nummer 10 längst weg.

Du müsstest dann wieder ganz bei Null anfangen. Doch die Frage ist: Wirst du an dem Punkt noch den Glaube und die Kraft dafür aufbringen? Die meisten Kerle, wenn sie einmal in so eine Sackgasse gerannt sind, erholen sich nie wieder davon. Sie machen sich selber runter für das, was passiert ist. Sie sagen sich, “Ich habe alles versucht — ich hab mein Bestes gegeben, und trotzdem ist alles in die Brüche gegangen. Es liegt an mir. Ich bin einfach nicht gut genug.”.

Und so wird sich die Geschichte für diese Männer wiederholen, von einer wackeligen Beziehung zur nächsten… und sie werden nie erfahren, wie schön, wie einfach, und wie mühelos Liebe sein kann.

FAZIT:

Geh den kürzesten Weg zu deiner Frau #10.

Sei kein Serienflirter, der sich mühsam von einer Frau zur nächsten durchkämpft, von einem Zyklus von Hoffnung und Enttäuschung zum nächsten, mit womöglich JAHREN an Verzweiflung, Schmerz und Frust dazwischen.

Mach es einfach, mach es schnell:

Flirte Parallel.

Liebe Grüße,

Dein Leo

P.S. Rate mal, was schöne Frauen machen? Richtig: Sie flirten parallel!

Vielleicht tun sie’s nicht offensichtlich und du siehst es nicht auf den ersten Blick. Aber JEDE schöne Frau ist umgeben von ZIG Kerlen, die es heimlich auf sie abgesehen haben… und sie weiß das ganz genau. Sie weiß, dass sie bloß den kleinen Finger ausstrecken braucht, um ein Date zu haben, oder Sex, oder einen neuen Freund.

Ob sie diese “Macht” ausübt oder nicht, ist zweitrangig. Fakt ist, solange sie diese Macht in ihrem Leben hat, und du hast sie nicht, solange wirst du immer unter dem Druck leben, dass sie mehr Optionen hat als du, und dass du ihr weniger bedeutest als sie dir.

Ein Grund mehr, ein Parallelflirter zu sein…

Mach jetzt den ersten Schritt und hol dir mein kostenloses Dating-Coaching in dein E-Mailpostfach! (”Diese Artikel per E-Mail sind echt die besten, die ich je gelesen habe. Jede einzelne macht absolut Sinn und öffnet mir die Augen ein Stück weiter.” - Roman, Bad Reichenhall)

Popularity: 4% [?]


Tags: , , , , ,

Hältst du dir Mädels warm?

Donnerstag, Januar 6th, 2011

Wenn du bist wie ich, dann hast du vielleicht ein paar Mädels im Kopf, die du dir “für später warm hältst”.

Mädels aus dem Netz, mit denen du dich im Moment nicht triffst, obwohl du könntest.

Mädels, bei denen du denkst, du hast Chancen, aber bei denen du “den nächsten Zug” nicht machst.

Oder Mädels, bei denen du es NICHT weißt, und wo du’s im Moment auch nicht drauf ankommen lassen willst, weil du denkst, deine Chancen werden mit der Zeit besser werden.

Das alles sind “Brücken”, die du dir offen hältst.

Du hältst sie dir offen, weil du das Gefühl von “Sicherheit” magst, wenn du weißt: “Selbst wenn alles Andere schief geht, kann ich immer noch auf diese oder jene Frau zurück fallen”.

Das Problem dabei ist:

Solange du dir einen “Rückzugsweg” offen hältst, wirst du nie 100% in der Gegenwart sein.

Mit jeder Frau, die du triffst, hältst du dich dann selber zurück. Nach dem Motto, “Ich weiß, dass ich sie haben könnte, aber ich hab’s ja nicht eilig”.

Und ja, es ist definitiv nützlich, wenn du es mit einer Frau “nicht eilig” hast. Es ist aber auch nicht nützlich, sich künstlich zurück zu halten, aus “falschem Stolz” heraus.

Ich habe das selber schon ein paarmal gemacht — und jedes Mal habe ich mir hinterher dafür den Kopf auf die Tischplatte gehauen!

Wenn du noch komplett unsicher bist mit Frauen und WEISST, dass du es verhauen wirst… dann, um Himmels Willen halte dir die Frauen warm, die dir wirklich wichtig sind, und übe erstmal mit anderen Mädels.

ABER… wenn du inzwischen Erfahrung gesammelt hast. Wenn du inzwischen Frauen geküsst hast. Affären gehabt hast. Mit Frauen geschlafen hast. Dann ist es an der Zeit, deine alten Brücken abzubrennen!

Halt sie dir nicht länger warm. Sondern geh in die Offensive. Mach den nächsten Zug. Fordere es heraus!

Entweder es wird was mit ihr, dann ist es gut. Oder es wird nichts mit ihr, dann ist es auch gut.

Du hast vielleicht von Cortez gehört, dem spanischen Entdecker aus dem 16. Jahrhundert. Das ist der Kerl, der mit seiner Armee auf einer Insel gelandet ist, und dann alle Schiffe abgebrannt hat, damit seine Soldaten keinen “Ausweg” haben und ihr Bestes geben MÜSSEN.

Und dasselbe funktioniert mit Frauen:

Solange du dir Frauen “warm hältst”, kannst du zurück. Und das heißt, egal wen du Neues triffst, du bist nie 100% bei der Sache.

Du schielst immer mit einem Auge zurück. Fühlst immer die falsche Überlegenheit, dass da ja noch “jemand anders auf dich wartet”. Bist immer mehr beschäftigt damit, dir Optionen offen zu halten, als Gelegenheiten beim Schopf zu packen.

Deshalb mach es wie Cortez:

Wenn du weißt, dass du stark genug bist, um deinen eigenen Weg zu gehen, dann verfeure jetzt deine alten Brücken:

Wenn du ein Treffen mit ihnen aufgeschoben hast, triff dich mit ihnen.
Wenn du den nächsten Zug mit ihnen aufgeschoben hast, mach den nächsten Zug mit ihnen.
Tu was immer du tun musst, um das Schicksal mit ihnen herauszufordern. Du willst nicht länger den Nebel des Ungewissen, á la “vielleicht wird es ja noch etwas mit ihr”.

Ich meine hey: Vielleicht gibt es null Chance mit ihr! Vielleicht ist sie gar nicht dein Typ. Vielleicht kommt sie gar nicht klar mit dir. Ist es nicht viel besser, wenn du das JETZT herausfindest, als wenn du sie noch Jahre lang als “heimliche Hoffnung” mit dir herum schleppst?

Du willst es jetzt wissen: Funktioniert es mit ihr, ja oder nein.

Und was immer du herausfinden wirst… du wirst merken:

Es macht dich frei.
Es spart dir Zeit.
Und es bringt dich schneller voran zu deinem Ziel.

Liebe Grüße,
Dein Leo

P.S. Dasselbe “offene-Brücke”-Phänomen hast du übrigens, wenn du gerade von einer Frau die Nummer gekriegt hast:

Du hast vielleicht die Verzauberte-Häschen-Technik benutzt, ein Mädel auf der Straße angesprochen, und sie hat dir ihre Telefonnummer gegeben…

Wirst du jetzt für den Rest des Tages darüber nachdenken, wie du sie später anrufen wirst? Wirst du so beschäftigt damit sein, dir deine Chancen mit ihr auszumalen, dass du alle anderen Gelegenheiten übersiehst, die sich HIER UND JETZT vor deiner Nase abspielen? Wirst du mit einer Telefonnummer nach Hause gehen statt mit fünf?

Das ist, was passieren kann, wenn du dich auf deinen Lorbeeren ausruhst und dich von “offenen Brücken” ablenken lässt.

Mach jetzt den ersten Schritt und hol dir mein kostenloses Dating-Coaching in dein E-Mailpostfach! (”Diese Artikel per E-Mail sind echt die besten, die ich je gelesen habe. Jede einzelne macht absolut Sinn und öffnet mir die Augen ein Stück weiter.” - Roman, Bad Reichenhall)

Popularity: 5% [?]


Tags: , , , , ,

Mehr Selbstbewusstsein beim Flirten

Sonntag, Januar 2nd, 2011

Selbstbewusstsein wird ausgemacht durch das, worüber du am meisten nachdenkst:

Denkst du über das Positive nach, das du WILLST… oder denkst du über das Negative nach, das du NICHT WILLST?

Das ist, was Robert Kennedy gemeint hat als er sagte:

“Die meisten Männer sehen die Dinge wie sie sind und fragen ‘Warum’. Ich sehe Dinge, die noch nie gewesen sind, und frage ‘Warum nicht’.”

Anders gesagt:

Die meisten Menschen haben ihre volle Aufmerksamkeit auf dem, was sie NICHT wollen, und kämpfen dagegen an… und verpassen dabei völlig, sich ein Bild von dem zu machen, was sie eigentlich STATTDESSEN haben wollen.

BEISPIEL 1:
“Ich will mich nicht vor den Anderen blamieren.”

-> Was siehst du vor Augen, wenn du den Gedanken denkst? Richtig: Wie du dich blamierst!

BEISPIEL 2:
“Ich möchte gesund sein.”

-> Was meinen die Leute, wenn sie das sagen? Richtig: “Ich will nicht krank werden”. Sie benutzen ein positives Wort (”Gesundheit”), ja… aber die VORSTELLUNG DAHINTER ist kein klares Bild von dem, was sie wollen… sondern nur der Gedanke, dass sie vermeiden müssen, was sie NICHT wollen… nämlich krank zu werden.

Die meisten Leute haben sich noch nichtmal VORGESTELLT, was sie wirklich wollen. Wie also wollen sie es dann jemals wahr machen?

Sie erzählen dir, sie wollen reich sein — aber wenn du sie fragst warum, können sie’s dir nicht wirklich sagen. Klar, sie erzählen dir “damit ich nie wieder arbeiten muss”, und “damit ich mir nie wieder Sorgen um Geld machen muss”. Aber merkst du was? Richtig: Auch das ist wieder bloß, was sie NICHT wollen. Das, wovon sie WEG wollen. Doch von dem, wo sie wirklich HIN wollen, davon haben sie überhaupt kein Bild!

(Eine andere Methode, mit der Leute diesen Mangel an Vision zu überdecken versuchen ist, dass sie dir Sachen erzählen, von denen sie glauben, dass sie sie “wollen sollten”. Also Klischeesachen wie “ein Haus bauen” oder “eine Weltreise machen”. Sie sagen diese Sachen, weil sie sie irgendwo aufgeschnappt haben. Doch wenn du fragst, wie das Haus aussehen soll, das sie bauen wollen, oder auf welcher Route sie um die Welt reisen und welche Orte sie besuchen wollen, wirst du keine Antwort bekommen… die Worte “Haus bauen” und “Weltreise machen” sind leere Klischees. Eine echte Vorstellung, ein echtes “Bild” von dem, was sie eigentlich wollen, haben sich die meisten Leute nämlich nie gemacht.)

Leute erzählen dir, sie wollen “gesund” sein, aber wenn du sie fragst, warum, sagen sie, dass sie keine Krankheiten haben wollen und nicht so schnell alt und dement werden. Sie haben ein klares Bild von den Dingen, die sie vermeiden wollen… aber von dem Zustand, zu dem sie HIN wollen, haben sie keinen Schimmer — genauso wenig, davon, was “gesund” eigentlich für sie bedeutet oder was sie von ihrem Körper wollen AUSSER dass er sie nicht mit Krankheiten und Behinderungen limitiert.

Und Leute erzählen dir natürlich ebenso, dass sie die Partnerin ihrer Träume finden wollen. Doch auch hier, frag sie warum, und die Antwort wird sein: “Damit ich mich nicht mehr einsam fühle.”

Ja, Leute die eine Partnerin suchen werden dir auch erzählen, dass sie “Liebe” wollen… Aber da ist es genauso, wie mit dem Wort “Gesundheit”: Was sie meinen mit “Ich will Liebe” ist in Wirklichkeit nicht mehr als “Ich will mich nicht mehr innerlich leer fühlen”. Das Bild im Kopf ist auch hier wieder ein Bild von Leere… von einem Zustand, von dem sie WEG wollen, anstatt von dem Ziel, zu dem sie HIN wollen.

Die Folge davon ist, dass die meisten Männer keine Ahnung haben, was sie eigentlich von einer Frau erwarten. Ja, sie geben dir auch hier wieder eine Menge Klischee-Antworten á la “Liebe”, und “Vertrauen” und “Treue”… Aber all diese Worte sind nur Ängste in Verkleidung: “NICHT leer fühlen”, “NICHT verletzt werden” oder “NICHT hintergangen und blamiert werden”. Ausgemalt in der Vorstellung im Kopf ist wieder nur das, was sie VERMEIDEN wollen. Und was fehlt in dem Bild ist wieder das, was sie eigentlich STATTDESSEN haben wollen.

(Das ist übrigens auch was Frauen meinen wenn sie sagen: “Ich will einen Mann, der weiß was er will”.)

Deshalb frage dich:

“Woran denke ich die meiste Zeit — ist es das Positive zu dem ich hin will, oder ist es das Negative von dem ich weg will?”

Nimm dir jeden Tag ein paar Minuten Zeit zum Tagträumen. Beseitige alle Ablenkungen wie Handy und Fernseher und Radio, und dann stell dir deine ideale Szene vor. Egal aus welchem Bereich deines Lebens:

- Wie du beim Date einer Frau in die Augen siehst und ihr euch küsst.

- Wie du ein fremdes Mädel auf der Straße ansprichst.

- Wie du auf Arbeit deinen Vortrag vor dem Kollegium abschließt und alle klatschen.

Nimm nur diese eine kleine Situation… den Moment, der für dich dein ultimatives Ziel verbildlicht. Und dann stell dir diesen Moment, diesen kurzen Abschnitt in allen Details vor:

Was siehst du?

Was hörst du?

Was riechst du?

Wie ist die Temperatur?

Wie ist deine Haltung?

Wie fühlen sich die Gegenstände an?

Male die Szene aus.

Tauch’ ein.

Das soll Spaß machen!

Fünf Minuten am Tag, wo du haben kannst was du willst. Ganz nach DEINER Regieanweisung! :-)

Wenn du eine Freundin willst, mal dir aus, wie eure Tage zusammen aussehen würden, was ihr machen würdet. Wenn du dir nie wieder Sorgen darum machen müsstest, dich innerlich leer zu fühlen, oder verletzt zu werden, oder oder in deiner Freiheit eingeschränkt zu werden… wenn all diese negativen Ängste als Motivation wegfallen, was wäre dir dann wichtig?

Wenn du die Garantie hättest, dass du mit keiner Frau auf der Welt innere Leere oder Schmerz oder Blamage erleben könntest… dass du unsterbliche Anerkennung, Kontrolle und Sicherheit hättest… wie würdest du dann unter den Milliarden von Frauen auswählen? Welche Charakterzüge und Eigenschaften wären dir dann an ihr wichtig, damit du deine Träume mit ihr wahr machen kannst? Was wären deine Kriterien?

Wenn du eine Frau ansprechen willst, wie soll eure Begegnung ablaufen? Welche Gefühle willst du der Reihe nach in ihr wecken… wie soll sie sich fühlen, was soll sie empfinden, und woran würdest du es erkennen? Stell dir den idealen Ablauf vor und geh die Szene sooft in deiner Vorstellung durch, bis sie dir in Fleisch und Blut übergeht.

Bevor Profi-Golfer Tiger Woods die US Masters gewonnen hat, ist er über JAHRE wieder und wieder dieses Turnier in Gedanken durchgegangen und hat sich jeden einzelnen Schlag vorgestellt. Und als es dann Wirklichkeit geworden ist, stand er als Champion auf der Bühne und hat gesagt: “Wisst ihr, ich habe schon so lange von diesem Turnier geträumt und bin es wieder und wieder in meinen Tagträumen durchgegangen. Aber so weit, was ich zur Siegerehrung sagen würde, so weit habe ich leider nicht gedacht.”

John F. Kennedy hat sich 1961 vor die Welt gestellt und gesagt, die USA würden noch vor Ende des Jahrzehnts einen Menschen auf den Mond und sicher wieder zurück zur Erde bringen. Zu dem Zeitpunkt war die NASA ein völlig chaotischer Haufen, und die meisten ihrer Proberaketen sind beim Start explodiert. Jeder “Normalbürger” hätte gesagt, er will “dass es weniger Unfälle gibt” und dass die USA “sich nicht blamieren, weil die Russen besser sind als wir”.

Was JFK gesagt hat, klingt jetzt im Nachhinein wie keine große Sache. Aber denk mal drüber nach, wie außergewöhnlich so eine vollmundige Ankündigung ist:

In jedem Unternehmen hörst du heute ständig “Wir dürfen nicht zulassen dass…”, oder “Wir müssen verhindern dass…”, oder “Wir müssen Problem XY mehr Aufmerksamkeit schenken”. Praktisch JEDER motiviert sich und sein Umfeld durch Angst, durch Bilder von dem, was er NICHT will. Und fast NIEMAND motiviert sich und sein Umfeld durch VISION, durch Bilder von dem, was er STATTDESSEN wahr machen will!

Hör auf, das Spiel zu spielen um “nicht zu verlieren” — und fang an, zu spielen um zu gewinnen!

Es macht einen gewaltigen Unterschied, ob du aus der Anziehung zu dem heraus handelst, was du haben willst, oder aus der Furcht vor dem heraus, was du vermeiden willst.

Liebe Grüße,
Dein Leo

P.S. Das “STATTDESSEN” ist immer wichtiger als das, was du loswerden willst:

Für Leute zum Beispiel, die mit Rauchen aufhören wollen, ist das “mit Rauchen aufhören” der UNWICHTIGSTE Teil der Geschichte. Was viel wichtiger für sie ist, ist die Frage: “Was mache STATT des Rauchens, wenn ich mit Freunden unterwegs bin, oder Pause habe auf Arbeit, oder wenn ich das Gefühl habe, ich brauche irgendwas im Mund?”. Solange du nicht das “STATTDESSEN” beantwortest, wirst du auch das Rauchen nicht loswerden.

Und in Sachen Frauen und Datingleben ist es genauso:

Solange du kein klares Bild vor Augen hast von dem, was du STATTDESSEN haben willst, so lange wirst du auch die Sachen nicht loswerden, die dich im Moment stören.

Zu sagen, “Ich will einfach nur das loswerden, was mich im Moment stört”, genügt NICHT. Wenn du ein schönes Bild haben willst, und alles was du im Moment hast ist ein Krakel auf nem Blatt Papier, dann reicht es nicht, den Krakel weg zu radieren. Du musst auch wissen, wie du die neue, leere Fläche STATTDESSEN ausfüllen willst.

Wenn deine mentalen Bilder sich um das drehen, was dich stört — dann kriegst du genau das. Wenn sie sich aber um das drehen, was du STATTDESSEN haben willst — dann ist es DAS, was du auch kriegen wirst.

Mach jetzt den ersten Schritt und hol dir mein kostenloses Dating-Coaching in dein E-Mailpostfach! (”Diese Artikel per E-Mail sind echt die besten, die ich je gelesen habe. Jede einzelne macht absolut Sinn und öffnet mir die Augen ein Stück weiter.” - Roman, Bad Reichenhall)

Popularity: 5% [?]


Tags: , , , , , , , , ,

“Du bist nicht mein Typ” - Woran du erkennst, ob du auf ihrer Wellenlänge bist oder nicht

Donnerstag, Dezember 9th, 2010

Manchmal gibst du dir so viel Mühe mit einer Frau… und TROTZDEM will es einfach nicht klicken.

Lass uns ein kleines “Gedankenexperiment” machen.

Stell dir vor jede Frau ist durch ihre Genetik und ihre Lebenserfahrungen “vorprogrammiert” auf einen Kerl mit einer bestimmten “Wellenlänge”. Ihr Leben lang hat sie Männer gesehen — ihren Dad, ihren Kindergartenfreund, den Typ aus der Soap im Fernsehen… alle diese Männer haben Spuren in ihr hinterlassen. Und jetzt ist sie auf einen bestimmten Prototyp geprägt.

Nicht auf ein bestimmtes Aussehen. Nicht auf eine bestimmte Größe. Nicht auf einen bestimmten Charakter. Aber auf ein bestimmtes “Feeling”, eine bestimmte “Wellenlänge”… einen bestimmten “Typ”.

Trifft sie diesen “Typ” von Mann, einen Mann mit dieser “Wellenlänge”, wird sie neugierig sein und lächeln und Fragen stellen und mehr und mehr über ihn erfahren wollen. Und trifft sie jemanden, der nicht “diesem Typ” entspricht, und nicht “auf dieser Wellenlänge” ist, wird sie zwar höflich sein, und nett, und ihm eine Chance geben… aber tief im Inneren wird sie immer das Gefühl haben, dass es nicht “das Richtige” ist.

Stell es dir vor, sie ist wie ein Radio mit voreingestellter Frequenz: Wenn die Frequenz auf 91,4 Megahertz eingestellt ist, und du sendest auf 92 Megahertz… dann ist es ganz egal, wie viel Mühe du dir gibst und wie viel Energie du reinsteckst:

Was bei ihr ankommt, wird immer durchsetzt sein mit Störungen, Verzerrungen und statischem Rauschen.

Es liegt nicht an dir.

Es liegt nicht an ihr.

Es liegt nur daran, dass ihr auf UNTERSCHIEDLICHER FREQUENZ funktioniert.

Ich sage nicht, dass es wirklich “SO IST”. Ich sage nicht, dass jede Frau wirklich nur einen “Typ” hat, auf den sie anspringt - geschweige denn, dass sie wüsste, wer dieser Typ ist und wer nicht.

Ich sage nur: Stell dir vor, es WÄRE so — und dann schau, ob dir diese Metapher hilft. Denn die Sache ist: Wenn du dich dafür runtermachst, dass es mit einer Frau nicht “klickt”, tust du weder dir noch ihr damit etwas Gutes. Es ist verschwendete Energie. Viel besser deshalb, wenn du an irgendeinem Punkt in Betracht ziehst, “Hmmm… vielleicht sind wir einfach nicht auf derselben Wellenlänge”.

Jetzt fragst du vielleicht:

“Heißt das nicht, dass ich gleich aufgeben sollte, wenn eine Frau mich nicht anspricht, oder mir nicht beim ersten Mal zurück schreibt, oder wenn mein Gespräch mit ihr stecken bleibt? Kann ich dann nicht davon ausgehen, dass wir nicht auf derselben Frequenz funktionieren?”

Nein!

Wenn du Radiosender bist, kannst du auch nicht einfach sagen, “Okay Jungs, lasst uns Strom sparen. Wir fahren unsere Sendeleistung runter auf die eines ferngesteuerten Spielzeugautos… wer unsere Frequenz richtig eingestellt hat und uns WIRKLICH empfangen will, wird schon von alleine zu uns kommen”.

Natürlich willst du weiter deine volle Sendeleistung ausschöpfen!

Du willst, dass möglichst viele Frauen möglichst viel von deinem echten Charakter zu sehen bekommen. Du willst wissen, dass DU dein Bestes getan hast, und alle Hindernisse VON DEINER SEITE aus dem Weg geräumt hast. Denn nur dann kannst du dir, wenn’s dann trotzdem nicht funktioniert, sicher sein, dass es wirklich an der Frequenz liegen muss.

Mit anderen Worten:

Bevor du zu dem Schluss kommst, “wir sind nicht auf derselben Wellenlänge”, musst du zuerst alle anderen möglichen Kommunikationsblockaden ausschließen.

Das heißt:

Du musst Mädels ansprechen (wenn du nichts aussendest, kann auch niemand was empfangen).

Du musst wissen, WAS du aussendest (wenn dein Sender keinen Inhalt hat oder bloß künstliche Werbung bringt, machen die Leute das Radio aus).

Und du musst dafür sorgen, dass das, was du aussendest, ihr deinen wahren Charakter zeigt — und zwar möglichst unverzerrt von Ängsten, Erwartungen oder Unsicherheiten (wenn dein Signal nicht klar ist sondern schon im Studio durchsetzt von Rauschen, dann kannst du auf der Funkstrecke die beste Verbindung zu ihr haben, die man haben kann, und es wird TROTZDEM so sein als wärst du auf einer völlig anderen Frequenz).

Also tu dein Bestes. Sei mutig. Mach dich frei von allem, was dich zurück hält.

Aber wenn du merkst, dass ihr Empfänger nicht auf dich anspringt, verschwende nicht deine wertvolle Energie weiter daran. Stattdessen, such weiter, und gib dich nicht zufrieden, bis du einen Empfänger gefunden hast, der perfekt auf dich abgestimmt ist. Denn dann wird alles was du tust mühelos sein — nur Spaß, nur Vergnügen, und nie wieder Frust oder Schmerz.

Das ist, wie Liebe sein soll.

Mach jetzt den ersten Schritt und hol dir mein kostenloses Dating-Coaching in dein E-Mailpostfach! (”Diese Artikel per E-Mail sind echt die besten, die ich je gelesen habe. Jede einzelne macht absolut Sinn und öffnet mir die Augen ein Stück weiter.” - Roman, Bad Reichenhall)

Popularity: 4% [?]


Tags: , , , , , , , , , ,

Sie zurückgewinnen (Leserfrage)

Mittwoch, März 24th, 2010

Frage:

Seit Tagen liegt meine Beziehung auf Eis. Unsere Beziehung ist nicht richtig beendet, wir haben aber entschlossen (eigentlich ja sie) dass wir uns erst mal für einige Zeit nich sehen. Und wie Du schon beschrieben hast, ja, ich will Sie natürlich zurück! Nun zur Frage:

Macht es in der Situation nun mehr Sinn um die Beziehung zu kämpfen (Briefchen, Blumen, bla) und ihr zu Zeigen was Sie mir bedeutet, oder ist es besser sich auf sich alleine zu konzentrieren und sein Ding zu machen.

Auf der einen Seite möchte ich Ihr ja zeigen was Sie mir bedeutet, Blumen zum Valentinstag schicken etc. Auf der anderen Seite denke ich mir, dass sich so ein Hinterhergerenne auch negativ auf, na ich nenns mal mögliche Chancen auswirken kann. Vielleicht merkt Sie ja auch erst nach einer Zeit ohne ein Lebenszeichen von mir was Ihr an mir fehlt.

Antwort:

Du willst deine Ex zurückgewinnen. Aus meiner Erfahrung ist es in so einer Situation immer am besten, sich erstmal um sich selbst zu kümmern.

Das Problem ist:

Solange du etwas BRAUCHST, bist du abhängig. Das bedeutet, dass du nicht du selbst bist und dich ständig “verbiegst”. Das ist kein gesunder Zustand.

Valentinsgrüße und Blumen helfen in bestimmten Situationen dabei, sie zurückzugewinnen. Nämlich dann, wenn sie dich vermisst und sich nach mehr Zuneigung von dir seht. In so einer Situation würdest du deiner Beziehung damit helfen (vorausgesetzt, es wird nicht zu einer Routine).

In deiner Situation ist es aber wohl anders. So wie ich dich verstehe, WEISS dein Mädel längst, dass du sie schätzt. Du bist ihr nicht “zu weit weg”, sondern “zu nah”. Das ist wahrscheinlich auch, warum sie Abstand gewollt hat.

Ich kann nur spekulieren, aber möglicherweise hat sie im Laufe der Beziehung das Gefühl bekommen, dass du Angst hast sie verlieren zu können… und dass du dich immer mehr “verbiegst”, um es ihr recht zu machen. Sie hat dann wahrscheinlich das Gefühl gehabt, als wäre sie gar nicht mehr mit DIR zusammen, sondern bloß noch mit einer weichgespülten Version die zu allem “Ja” sagt. (Kein Grund dich schlecht zu fühlen — ich hab das alles auch durchgemacht.)

Du bekommst das als Mann heute nirgendwo gesagt, aber die Wahrheit ist:

Frauen wollen nicht, dass du dich für sie verbiegst. Und wenn du es tust, fühlen sie sich erdrückt davon. Sie wollen nicht “Schuld” sein daran, dass du deine eigene Persönlichkeit wegschmeißt und deinen eigenen Willen aufopferst, nur um ihnen alles recht zu machen.

Wenn du in so einer Situation angekommen bist, ist der beste Weg (für dich, für sie und für eine mögliche neue Chance in der Zukunft), einen GROSSEN SCHRITT zurück zu machen.

Du musst ihr Luft zum Atmen geben, bevor du sie zurückgewinnen kannst.

Und du musst DIR selbst zeigen, dass du niemand Anderen “brauchst” um glücklich zu sein… dass du als Mensch auch alleine “gut genug” bist… und dass du etwas mit dir selbst anfangen kannst, auch wenn sich NICHT jemand anders um dich kümmert.

Nicht, um sie zu verdrängen oder sie nicht länger zu schätzen. Und auch nicht “um’s ihr zu zeigen” oder um ihr ein schlechtes Gewissen zu machen. Sondern vielmehr um deine eigene “Abhängigkeit” und deine “Sucht” nach Aufmerksamkeit von ihr abzuschütteln und wieder zu dir selbst zu finden.

Ich meine:

Als ihr zusammen gekommen seid, fand sie dich ja schließlich interessant. Und ich schätze, dass du zu diesem Zeitpunkt einfach lockerer und unbekümmerter drauf warst als jetzt, wo du quasi “deine Felle davon schwimmen siehst”. Finde zurück zu diesem Zustand, und du kannst sie zurückbekommen.

Viele Männer ziehen sich runter mit Worten wie “Verliebtheit” oder “Liebeskummer” — aber das ist alles Bullshit. Es hat nichts zu tun mit Liebe, sondern bloß mit Ängstlichkeit und mit verletztem Ego. Wenn du kurz drüber nachdenkst, weißt du dass das stimmt. :-)

Als Männer gewöhnen wir uns diese Klischees an, weil wir sie überall zu sehen bekommen… in Filmen, in Songs, in Zeitschriften. Aber die Wahrheit ist, dass dieses kindische Verhalten bloß unsere eigene Persönlichkeit verdeckt:

So lange du ängstlich bist, solange du abhängig bist von irgendwas und es unbedingt willst oder das Gefühl hast, du könntest nur glücklich sein wenn du erst dieses oder jenes hättest… so lange verhältst du dich bloß wie ein panisches Tier auf der Flucht und lebst im Tunnelblick. Und mal ehrlich: Wie attraktiv ist das?

Die Sache ist:

Das bist nicht du.

Deshalb:

Lass all den Bullshit und das Drama fallen, atme durch, und sei neugierig auf dich selbst und auf das, was in dir drinsteckt.

In dem Moment, wo du das tust, wirst du automatisch wieder interessant für andere Menschen — und für die Mädels.

Mach jetzt den ersten Schritt und hol dir mein kostenloses Dating-Coaching in dein E-Mailpostfach! (”Diese Artikel per E-Mail sind echt die besten, die ich je gelesen habe. Jede einzelne macht absolut Sinn und öffnet mir die Augen ein Stück weiter.” - Roman, Bad Reichenhall)

Popularity: 9% [?]


Tags: , ,

Sei einfach du selbst?

Sonntag, März 21st, 2010

schmetterling

Kennst du das — du bist verunsichert, wie du dich mit einem Mädel verhalten sollst und fragst jemanden um Rat… und dann bekommst du als Antwort:

“Sei einfach du selbst.”

Du hast diesen Spruch wahrscheinlich schon x-mal gehört.

Die Frage ist:

Kannst du damit etwas anfangen?

Einfach “du selbst sein” hilft dir wenig, wenn du nicht weißt, WELCHES “Selbst” du sein sollst.

Denn Tatsache ist:

Du hast mehrere “Selbst”… Du hast dein lockeres Selbst. Du hast dein anhängliches Selbst. Du hast dein starkes Selbst. Und du hast dein schwaches Selbst.

Doch das ist gar nicht mal das Wichtige.

Wenn Leute zu dir sagen, du sollst “du selbst” sein, dann klingt das oft so, als solltest du weiter das tun, was du schon immer getan hast.

DOCH DAS IST TOTAL ALBERN…

Wenn du tust, was du schon immer getan hast, dann wirst auch nur die Ergebnisse kriegen, du du schon immer gekriegt hast.

Wenn das deine Deutung von “du selbst sein” ist, kannst du also nie Fortschritte machen.

Im Gegenteil:

Wenn du bis jetzt nicht so richtig die Resultate gekriegt hast in deinem Datingleben, die du dir wünschst, dann würdest du auch in Zukunft niemals diese Resultate bekommen, wenn du dich an deine Vergangenheit fesseln würdest um “du selbst” zu sein.

Die wirklich wichtige Frage ist:

Willst du dein VERGANGENHEITS-SELBST sein…

…oder willst du dein ZUKUNFTS-SELBST sein?

Weißt du was Zirkusleute mit kleinen Elefanten machen, damit sie nicht weglaufen?

Sie pflocken sie an, mit einem einfachen Hanfseil.

Solange der Elefant noch klein ist, kann er das Seil nicht durchreißen.

Doch hier kommt der Trick:

Wenn der Elefant groß und ausgewachsen ist, verwenden die Zirkusleute DASSELBE SEIL.

Der Elefant könnte das Seil jetzt locker durchreißen oder den kompletten Pflock aus der Erde ziehen.

Aber er macht es nicht.

Weil er als kleiner Elefant gelernt hat, dass er das Seil nicht durchreißen kann, kommt er als ausgewachsener Elefant gar nicht auf die Idee, sich dem Seil zu widersetzen.

Psychologen nennen das “erlernte Hilflosigkeit”.

Ich nenne es das “vergangenheitsorientierte Selbst”:

Wenn du nur das machst, was in der Vergangenheit für dich funktioniert hat, dann engst du deine Möglichkeiten Tag fr Tag ein.

Und deshalb geht es den meisten Männern wie dem Elefanten mit dem Seil:

Bloß weil ein Mädel im Kindergarten nicht mit ihnen gespielt hat, werden sie schüchtern und hören auf, Mädels anzusprechen… obwohl sie inzwischen größer sind, cleverer, witziger und obwohl sie sich locker alle Fertigkeiten zum Flirten aneignen könnten.

Das ist das Vergangenheits-Selbst.

Doch der Satz “sei einfach du selbst” hat auch einen wahren Kern.

Und dieser wahre Kern ist:

“Sei dein Zukunfts-Selbst.”

Was heißt das, dein “Zukunfts-Selbst”?

Dein Zukunfts-Selbst ist das, was du sein kannst.

Dein Potenzial.

Wenn du dein Zukunfts-Selbst bist, guckst du nicht darauf, wo du HEUTE bist, sondern du guckst, was in dir drinsteckt und was du rausholen kannst.

Dein Zukunfts-Selbst zu sein heißt, dich zu entfalten, besser zu werden, dich zu testen und mit der Welt zu experimentieren, um nach um nach alle Hindernisse abzuschütteln und deine wahre Persönlichkeit ans Licht zu bringen.

Wenn du eine Raupe bist, dann ist dein Zukunfts-Selbst, ein Schmetterling zu sein. Wärst du fokussiert auf dein Vergangenheits-Selbst, würdest du für immer in deinem Kokon eingehüllt bleiben. Du würdest dir sagen, “naja, ich bin schon immer eine Raupe gewesen die auf dem Boden kriecht… also bleibe ich ‘ich selbst’ und krieche weiter auf dem Boden”.

Doch wenn du dagegen dein Zukunfts-Selbst erkennst, dann erlaubst du den Wandel, erkennst deine Bestimmung — und brichst aus aus deinem Kokon und fängst an zu fliegen.

Mach jetzt den ersten Schritt und hol dir mein kostenloses Dating-Coaching in dein E-Mailpostfach! (”Diese Artikel per E-Mail sind echt die besten, die ich je gelesen habe. Jede einzelne macht absolut Sinn und öffnet mir die Augen ein Stück weiter.” - Roman, Bad Reichenhall)

Popularity: 9% [?]

Keine Tags zu diesem Beitrag.

Leserfrage: Warum kann echte Liebe nicht wehtun?

Mittwoch, Juli 8th, 2009

Frage:

Ich finde deine Texte sehr wahr und weise.

Aber den letzten Satz verstehe ich nicht:

“Echte Liebe und echtes Verlangen fühlen sich gut an. Und zwar ganz egal, ob du [die Frau] bekommst oder nicht.”

Tut echtes Verlangen nicht weh, wenn man sie nicht bekommen kann?

Antwort:

Danke dir Pierre!

Es ist wie du sagst: Echte Liebe tut nicht weh. Und ja, du hast Recht, das Wort “Verlangen” ist vielleicht ein bisschen irreführend.

Was ich meine ist das:

Wenn du eine Frau schön findest, wenn du lächeln musst wenn du sie siehst und es sich gut anfühlt sie glücklich zu machen… dann kannst du dankbar für dieses Gefühl sein, selbst wenn du sie noch nicht “hast”.

Jede Phase in der Beziehung zwischen dir und einer Frau, die dir gefällt, ist immer nur eins von zwei Dingen: Entweder es ist Sex, oder es ist Vorspiel.

Du brauchst nicht verzweifelt zu hoffen auf irgendein großes Ereignis. Wenn du den Prozess jetzt in der Gegenwart nicht genießen kannst, dann wirst du wahrscheinlich auch in der Zukunft keine Ruhe finden. Wenn du jetzt unruhig bist, weil sie nicht mit dir ins Kino geht, dann wirst du auch später unruhig sein, wenn du mit ihr im Kino sitzt. Wenn du heute glaubst, dass dir zum Glücklichsein der nächste Schritt fehlt, dann wirst du das auch glauben, wenn du einen Schritt weiter bist. Oder zwei. Oder drei. Und am Ende kann sie neben dir im Bett liegen, und trotzdem hast du den Eindruck, dass “irgendwas fehlt”.

Es ist ganz einfach:

Wenn sie dir gefällt, und es dich glücklich macht dass es sie gibt, dann brauchst du dir keinen Kopf drum zu machen was passiert oder wann es passiert.

Du hörst überall, dass die glücklichsten Moment die sind, wo du sie küsst oder wo du mit ihr am Strand sitzt oder was auch immer — aber das stimmt nicht. Es sind nicht diese Ereignisse die dich glücklich machen. Es ist die Tatsache, dass du loslässt und aufhörst drüber nachzudenken, ob es noch besser werden könnte. Filme und Popsongs reden dir vielleicht ein, dass du nur unter solchen “besonderen Umständen” die Erlaubnis hast, den Moment zu genießen so wie er ist und mal für eine Weile NICHT nach dem nächsten Schritt zu gieren. Aber warum solltest du das nur unter “besonderen Umständen” dürfen? Aber wenn du erkennst, dass jede Interaktion mit einer hübschen Frau Vorspiel ist — dann siehst du dass diesen “besonderen Umständen” gar nicht so viel “besonderes” ist. Klar, es sind Zwischenpunkte. Wegmarkierungen sozusagen. Aber wenn du einen Weg gehst wird das Gehen doch auch nicht plötzlich “mehr wert”, bloß weil neben dir ein Meilenpfosten steht. Du genießt entweder das Laufen an sich, oder du tust es nicht. Wenn du es NICHT tust, dann kannst du dich zwar für eine Weile stolz fühlen, weil du eine bestimmte Wegmarke erreicht hast — aber der Stolz ist dann nicht von Dauer.

Das “Verlangen”, von dem du sprichst, ist das gleiche Verlangen wie wenn man als Kind ein Spielzeug will oder als Mann ein Auto. Nennen wir dieses Verlangen mal “Verliebtsein”: Du denkst, wenn du erstmal DIESE SACHE hast, wird dich das in einen glücklichen Menschen verwandeln. Und ja, wenn du es kriegst wirst du dich auch erstmal fühlen wie der König der Welt. Doch ganz egal, wie toll das Spielzeug ist — irgendwann gewöhnst du dich dran. Und dann ist der “Kick” weg, und du brauchst etwas Neues. Mit Liebe hat das nichts zu tun. Ich sage nicht, dass es irgendwie schlecht wäre — aber ich sage es hat eben mit Liebe nichts zu tun.

Der Unterschied ist:

Beim “Verliebtsein” ziehst du Glück aus einer Sache oder einem Umstand. Aus etwas, das außerhalb von dir selber liegt. An solche äußeren Dinge wirst du dich, wenn du sie einmal hast, immer gewöhnen mit der Zeit. Und deshalb lässt das Glück mit der Zeit immer wieder nach, und du wirst dich immer wieder zu etwas Neuem getrieben fühlen.

Bei echter Liebe dagegen kommt das Glück aus dir selber. Echte Liebe lässt sich am ehesten beschreiben mit Dankbarkeit: Du fühlst dich glücklich und dankbar, für die Gefühle, die eine Frau in dir weckt. (Oder ein Kind, oder ein Tier, oder der Sternenhimmel, oder deine Existenz…)

Verliebtsein ist immer gerichtet auf Zukunft — und deswegen ist es verbunden mit Unsicherheit und Angst.

Echte Liebe dagegen lebt immer im “Jetzt” — und deswegen ist es unmöglich, dass sie dich unsicher macht oder ängstlich.

Mach jetzt den ersten Schritt und hol dir mein kostenloses Dating-Coaching in dein E-Mailpostfach! (”Diese Artikel per E-Mail sind echt die besten, die ich je gelesen habe. Jede einzelne macht absolut Sinn und öffnet mir die Augen ein Stück weiter.” - Roman, Bad Reichenhall)

Popularity: 21% [?]


Tags: , , , , , , , , , ,

Leserfrage: Ist es dreist, beim ersten Treffen getrennt zu bezahlen und ihr nichts auszugeben?

Samstag, Juli 4th, 2009

Frage:

Eine Frage zum ersten Date. Wie schaut es da mit dem Bezahlen aus? Habe von dir letztens die “manipulierst du sie”-Mail bekommen und frage mich seitdem, ob man sie auch zahlen lassen soll oder nicht.

Ich würde es aber dreist finden, weil man derjenige ist, der das Mädel eingeladen hat.

Antwort:

Beim Bezahlen oder nicht Bezahlen geht es nicht um’s Geld. Weder dir, noch dem Mädchen.

Worum es wirklich geht, ist die Botschaft, die du damit über eure Beziehung sendest.

Die Grundregel ist:

Beziehungen sind nur gesund, wenn sie auf Austausch basieren.

Es ist okay, einer Frau etwas zu geben, wenn sie etwas Nettes für dich getan hat. Das hat nichts zu tun mit Geiz oder mit Kleinkariert-Sein. Es hat etwas damit zu tun, die Frau als gleichwertig zu respektieren.

Stell dir vor du bist Bill Gates. Du kannst locker ihren Eiskaffee mitbezahlen, ohne dass es irgendeinen Einfluss auf deine Lebensqualität hätte. Sie dagegen muss sich die 5 EUR vielleicht von ihrem Taschengeld absparen — und muss dafür vielleicht beim nächsten McDonald’s-Besuch mit ihren Freundinnen auf den McFlurry verzichten.

Wäre es in so einer Situation nicht angemessen, ihr den Kaffee mit zu bezahlen?

Ich finde nicht.

Die Botschaft, die du damit sendest wäre: “Du bist besser dran mit meiner Hilfe”.

Außerdem läufst du Gefahr, dass sie dein Verhalten noch auf eine andere Weise versteht. Nämlich als: “Ich will mich bedanken dafür, dass du dir die Zeit genommen hast dich mit mir zu treffen”.

Moment.

Was ist daran falsch, sich zu bedanken?

Falsch daran ist, dass sie, wenn sie sich mit dir trifft, doch nicht dir einen Gefallen tut! Sie trifft dich doch nicht, damit du etwas davon hast. Ihr habt beide etwas davon. Du bist neugierig auf sie, und sie ist neugierig auf dich.

Was ist fair daran, wenn nur du dich bedankst?

Der wahre Grund, warum Männer bezahlen wollen, hat nichts zu tun mit Fairness:

Sie glauben, die Frau würde ihnen einen Gefallen tun damit, dass sie zum Treffen erscheint. “Sie könnte in der Zeit so viele andere tolle Dinge machen als mit mir hier rumzusitzen — und deswegen möchte ich mich revanchieren” — so ungefähr denken Männer oft.

Der Grund ist:

Sie glauben, dass sie mehr Interesse an der Frau haben als die Frau an ihnen hat. Oder einfacher: Dass sie weniger wert sind als die Frau, und dass ihre Zeit weniger wert ist als die der Frau.

Natürlich sind diese Botschaften subtil. Gerade wenn es um eine kleine Rechnung geht, möchte man oft sagen, “ach komm, ist ja kein großes Ding”. Aber Vorsicht: Die Stimme, die dir das einflüstert, ist oftmals eben gerade nicht deine Vernunft oder deine Menschenliebe. Oftmals ist es der Teil von dir, der denkt, du hättest diese hübsche Frau nicht verdient und müsstest sie mit einem Dankeschön manipulieren, damit sie einen Grund hat dich wiederzusehen.

Bist du mit einer Frau zusammen, ist es okay, wenn du ab und an einfach mit bezahlst. Wenn sie dich gut behandelt in der Beziehung, und gerade wenn die Rechnung klein ist, wäre es unnatürlich wenn du nicht die zwei Euro mitbezahlen würdest.

Die Regel sollte sein:

Bezahl für sie mit, wenn du an ihrer Stelle auch für einen Kumpel mitbezahlen würdest.

Mit Kumpels weißt du genau wann es okay ist und wann nicht:

Manchmal bietet es sich einfach an, dass du für ihn mitzahlst. Du tust das nicht, weil du etwas willst von ihm oder weil du ihn manipulieren willst — sondern du tust es, weil du weißt, dass er in ähnlichen Gelegenheiten das gleiche für dich tut.

Auf der anderen Seite aber würdest du nie auf die Idee kommen, bei jedem Treffen für deinen Kumpel zu bezahlen. Würde er das erwarten, würdest du dir ausgenutzt vorkommen — und zwar zu Recht.

Nur solange sich eure Gefallen in der Beziehung insgesamt die Waage halten, ist euer Verhältnis ausgeglichen und gesund.

Und mit Frauen ist es nicht anders.

Klar kannst du versuchen, Erwartungen und Abhängigkeiten heranzuzüchten. Doch damit verdrängst du das Interesse, dass die Frau an dir selber hat durch das Interesse, dass sie an Geschenken und kostenlosen Getränken hat.

Viele Männer glauben nicht, was sie eigentlich anrichten, wenn sie etwas so “gut Gemeintes” tun.

Hier ist was Wissenschaftler rausgefunden haben in einem Experiment mit Kindern:

Sie haben den Kindern Buntstifte gegeben und malen lassen. Dann haben sie die Kinder in zwei Gruppen geteilt — Gruppe A und Gruppe B — und haben sie wieder malen lassen. Diesmal aber haben sie eine Belohnung eingeführt. Als “Dankeschön” dafür, dass sie so schön gemalt haben, wurden Gruppe A Bonbons versprochen. Die Wissenschaftler wollten sehen, welchen Effekt die Belohnung auf das Verhalten der Kinder hat. Die Belohnung wurde deshalb nur Gruppe A versprochen. Hinterher dann, im Anschlusstest, wurden dann beide Gruppen wieder zusammen malen gelassen. Ohne Versprechen für eine Belohnung. Das Ergebnis: Die Kinder aus Gruppe A hatten keine Lust zu malen, wenn sie nichts dafür bekommen. Sie hatten angefangen, eine Belohnung zu erwarten. Die Freude am Malen selber hatten sie verloren. Gemalt haben nur noch die Kinder aus Gruppe B — sie hatten nie eine Belohnung versprochen bekommen, und sie haben es einfach getan, weil ihnen das Malen selbst Spaß gemacht hat.

Kurz:

Wenn du jemandem regelmäßig einen Gefallen tust, baust du damit eine Erwartungshaltung auf für die Zukunft.

Der Andere wird sich über deinen Gefallen später nicht mehr freuen — er erwartet ihn einfach.

Und vor allem:

Er verliert auch die Freude an der Sache selbst, und er tut sie nur noch wegen der Belohnung.

Und das alles passiert ganz automatisch. Es hat nichts zu tun mit dem Charakter des Anderen oder damit, dass er eine manipulative Person wäre, die Andere gerne ausnutzt. Es ist einfach die Nebenwirkung von Belohnungen.

Deswegen gilt:

Wenn du einer Frau etwas ausgibst, darf es nie eine einseitige Belohnung sein. Jeder Gefallen, den du ihr tust, muss die Gegenleistung sein für etwas, das sie für dich getan hat.

Hast du eine längere Beziehung mit einer Frau, kannst du gelegentliche Ausrutscher hier vielleicht noch korrigieren. Wenn du merkst, dass es in die falsche Richtung läuft, kannst du die Dinge dann unter Umständen noch geraderichten, bevor es zu spät ist.

Beim ersten Treffen aber ist es anders.

Das erste Treffen setzt den Maßstab für den Rest der Beziehung.

Das erste Treffen mit einer Frau ist praktisch der “Trailer”, der ihre Erwartungen an dich für die Zukunft setzt. Bezahlst du hier aus “Nettigkeit” ihre Rechnung mit, stellst du damit leicht die Weichen in eine manipulative, ungesunde Beziehung, in der du dir ihre Zuneigung regelmäßig neu “erkaufen” musst.

Meine Regeln fürs Bezahlen oder Nicht-Bezahlen sind deshalb:

  • Lade Sie zum ersten Treffen nie ein.
  • Beim ersten Treffen bezahlen beide getrennt.
  • Wenn sie kein Geld dabei hat, ist es ganz normal dass du es ihr auslegst und es sie auch tatsächlich zurückzahlen lässt.
  • Ausgeben kannst du ihr das erste Mal etwas, nachdem ihr miteinander geschlafen habt und nachdem sie etwas für dich getan hat.
  • Frauen, mit denen du nicht geschlafen hast, gibst du nur etwas aus, wenn sie etwas Nettes für dich getan hat und du nicht die Absicht hast, mit ihr zu schlafen. Wenn du hier mogelst, manipulierst du und machst es tatsächlich nur schwerer für dich.
  • Wer wem Gefallen tut und Sachen ausgibt muss über die Beziehung insgesamt ausgeglichen sein. Bezahl ihr nie etwas, wenn du nicht auch einem Kumpel an ihrer Stelle etwas bezahlen würdest.

Mach jetzt den ersten Schritt und hol dir mein kostenloses Dating-Coaching in dein E-Mailpostfach! (”Diese Artikel per E-Mail sind echt die besten, die ich je gelesen habe. Jede einzelne macht absolut Sinn und öffnet mir die Augen ein Stück weiter.” - Roman, Bad Reichenhall)

Popularity: 18% [?]


Tags: , , , , , , , , , , , ,

“Ich brauche sie” — oder: Warum nette Kerle keine Frauen kriegen

Donnerstag, Mai 21st, 2009

sad

Wer Liebeskummer hat, der hat kein Problem mit einer Frau. Er hat ein Problem mit sich selbst.

Eckhart Tolle schreibt den folgenden Absatz über berühmte Menschen. Er trifft aber genauso zu auf begehrte Frauen:

Die meisten Menschen die du triffst wollen durch ihre Bekanntschaft mit dir ihre Identität stärken — ihr inneres Bild von sich selbst. Sie selber werden sich vielleicht gar nicht bewusst darüber sein, dass sie gar nicht wirklich an dir interessiert sind, sondern nur am Stärken ihres eigenen Selbstbildes. Sie denken, dass sie durch dich mehr sein könnten. Sie wollen sich selbst durch dich vervollständigen — oder besser: Durch das Bild das sie von dir haben.

(Eckhart Tolle, Eine Neue Erde, 2005)

Und unterbewusst kann eine Frau das spüren:

Wenn du sie brauchst, wenn du dich unvollständig fühlst ohne sie und du dein Lebensglück abhängig machst von ihr — dann wird sie dir aus dem Weg gehen.

Sie wird dir aus dem Weg gehen, weil sie sich betrogen fühlt: Sie merkt nämlich, dass es dir in Wirklichkeit nicht um sie als Mensch geht, sondern nur darum, dein eigenes Leben mit Bedeutung zu füllen.

Und sie wir dir aus dem Weg gehen, weil sie sich unter Druck gesetzt fühlt: Sie weiß nämlich, dass sie deine Erwartungen womöglich nicht erfüllen kann. Sie ahnt, dass du ein verzerrtes Bild von ihr hast. Und sie ahnt, dass du, wenn du sie erstmal hast, immernoch genau derselbe unsichere und unzufriedene Mensch sein wirst wie jetzt.

Das Paradoxe im Dating ist deshalb:

Nur wenn du sie nicht brauchst, kannst du sie kriegen.

Mach jetzt den ersten Schritt und hol dir mein kostenloses Dating-Coaching in dein E-Mailpostfach! (”Diese Artikel per E-Mail sind echt die besten, die ich je gelesen habe. Jede einzelne macht absolut Sinn und öffnet mir die Augen ein Stück weiter.” - Roman, Bad Reichenhall)

Popularity: 30% [?]


Tags: , , , , , , , , , ,