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Leserfrage: Warum kann echte Liebe nicht wehtun?

Mittwoch, Juli 8th, 2009

Frage:

Ich finde deine Texte sehr wahr und weise.

Aber den letzten Satz verstehe ich nicht:

“Echte Liebe und echtes Verlangen fühlen sich gut an. Und zwar ganz egal, ob du [die Frau] bekommst oder nicht.”

Tut echtes Verlangen nicht weh, wenn man sie nicht bekommen kann?

Antwort:

Danke dir Pierre!

Es ist wie du sagst: Echte Liebe tut nicht weh. Und ja, du hast Recht, das Wort “Verlangen” ist vielleicht ein bisschen irreführend.

Was ich meine ist das:

Wenn du eine Frau schön findest, wenn du lächeln musst wenn du sie siehst und es sich gut anfühlt sie glücklich zu machen… dann kannst du dankbar für dieses Gefühl sein, selbst wenn du sie noch nicht “hast”.

Jede Phase in der zwischen dir und einer Frau, die dir gefällt, ist immer nur eins von zwei Dingen: Entweder es ist Sex, oder es ist Vorspiel.

Du brauchst nicht verzweifelt zu hoffen auf irgendein großes Ereignis. Wenn du den Prozess jetzt in der Gegenwart nicht genießen kannst, dann wirst du wahrscheinlich auch in der Zukunft keine Ruhe finden. Wenn du jetzt unruhig bist, weil sie nicht mit dir ins Kino geht, dann wirst du auch später unruhig sein, wenn du mit ihr im Kino sitzt. Wenn du heute glaubst, dass dir zum Glücklichsein der nächste Schritt fehlt, dann wirst du das auch glauben, wenn du einen Schritt weiter bist. Oder zwei. Oder drei. Und am Ende kann sie neben dir im Bett liegen, und trotzdem hast du den Eindruck, dass “irgendwas fehlt”.

Es ist ganz einfach:

Wenn sie dir gefällt, und es dich glücklich macht dass es sie gibt, dann brauchst du dir keinen Kopf drum zu machen was passiert oder wann es passiert.

Du hörst überall, dass die glücklichsten Moment die sind, wo du sie küsst oder wo du mit ihr am Strand sitzt oder was auch immer — aber das stimmt nicht. Es sind nicht diese Ereignisse die dich glücklich machen. Es ist die Tatsache, dass du loslässt und aufhörst drüber nachzudenken, ob es noch besser werden könnte. Filme und Popsongs reden dir vielleicht ein, dass du nur unter solchen “besonderen Umständen” die Erlaubnis hast, den Moment zu genießen so wie er ist und mal für eine Weile NICHT nach dem nächsten Schritt zu gieren. Aber warum solltest du das nur unter “besonderen Umständen” dürfen? Aber wenn du erkennst, dass jede Interaktion mit einer hübschen Frau Vorspiel ist — dann siehst du dass diesen “besonderen Umständen” gar nicht so viel “besonderes” ist. Klar, es sind Zwischenpunkte. Wegmarkierungen sozusagen. Aber wenn du einen Weg gehst wird das Gehen doch auch nicht plötzlich “mehr wert”, bloß weil neben dir ein Meilenpfosten steht. Du genießt entweder das Laufen an sich, oder du tust es nicht. Wenn du es NICHT tust, dann kannst du dich zwar für eine Weile stolz fühlen, weil du eine bestimmte Wegmarke erreicht hast — aber der Stolz ist dann nicht von Dauer.

Das “Verlangen”, von dem du sprichst, ist das gleiche Verlangen wie wenn man als Kind ein Spielzeug will oder als Mann ein Auto. Nennen wir dieses Verlangen mal “Verliebtsein”: Du denkst, wenn du erstmal DIESE SACHE hast, wird dich das in einen glücklichen Menschen verwandeln. Und ja, wenn du es kriegst wirst du dich auch erstmal fühlen wie der König der Welt. Doch ganz egal, wie toll das Spielzeug ist — irgendwann gewöhnst du dich dran. Und dann ist der “Kick” weg, und du brauchst etwas Neues. Mit Liebe hat das nichts zu tun. Ich sage nicht, dass es irgendwie schlecht wäre — aber ich sage es hat eben mit Liebe nichts zu tun.

Der Unterschied ist:

Beim “Verliebtsein” ziehst du Glück aus einer Sache oder einem Umstand. Aus etwas, das außerhalb von dir selber liegt. An solche äußeren Dinge wirst du dich, wenn du sie einmal hast, immer gewöhnen mit der Zeit. Und deshalb lässt das Glück mit der Zeit immer wieder nach, und du wirst dich immer wieder zu etwas Neuem getrieben fühlen.

Bei echter Liebe dagegen kommt das Glück aus dir selber. Echte Liebe lässt sich am ehesten beschreiben mit Dankbarkeit: Du fühlst dich glücklich und dankbar, für die Gefühle, die eine Frau in dir weckt. (Oder ein Kind, oder ein Tier, oder der Sternenhimmel, oder deine Existenz…)

Verliebtsein ist immer gerichtet auf Zukunft — und deswegen ist es verbunden mit Unsicherheit und Angst.

Echte Liebe dagegen lebt immer im “Jetzt” — und deswegen ist es unmöglich, dass sie dich unsicher macht oder ängstlich.

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Die zwei Arten von Liebe

Sonntag, April 19th, 2009

Echte Liebe macht nicht unglücklich.

Dieser Satz überrascht viele Menschen: Denn ist nicht Liebe das, was uns Herzschmerz macht und Liebeskummer?

Tatsächlich verwenden wir das Wort “Liebe” für zwei ganz unterschiedliche Gefühle:

Da ist zum einen die unreife, egoistische Liebe. Sie ist das Gefühl, dass uns Dinge sagen lässt wie…

Ich brauche sie.

Ich will nicht leben ohne sie.

Ich tue alles für sie, damit sie Zeit mit mir verbringt.

Egoistische Liebe ist ein Vorwand. Wir reden uns ein, es ginge uns um den anderen Menschen. Doch in Wirklichkeit geht es uns um uns selbst:

Es geht uns darum, wie wir uns selbst fühlen. Und es geht uns um die Leere in unserem eigenen Leben.

Echte, selbstlose Liebe ist davon völlig verschieden.

Echte Liebe lässt uns sagen…

Nur wenn sie glücklich ist, fühle ich mich gut.

Alles was sie tut ist wundervoll — egal, ob ich es verstehe oder nicht.

Egal wie egoistisch, zickig und kompliziert sie sein kann — ich liebe jede einzelne Eigenschaft an ihr.

Echte Liebe geht über uns selbst hinaus. Es geht nicht darum, dass wir selbst bekommen, was wir wollen. Es geht darum, sie glücklich zu sehen.

Echte Liebe hat nichts zu tun mit Selbstaufgabe:

Um echte Liebe empfinden zu können, musst du zuerst dich selber verstehen und lieben. Du musst gefunden haben, was dir wichtig ist. Du musst entdeckt haben, was der Sinn in deinem Leben ist (und nein, es reicht nicht, ihn in der Liebe für eine Frau zu suchen). Und du musst fühlen, das alles okay ist, so wie es ist, und dass dein Leben wundervoll ist, egal, wie viele Wolken gerade die Sonne verdecken.

Wenn du dich selbst leer fühlst, kannst du keine Liebe geben. Du kannst nur Liebe saugen von anderen — von ihr.

Dass zwei Hälften ein Ganzes ergeben stimmt eben nicht in der Liebe. Zumindest nicht in der echten Liebe:

Echte Liebe ist der Überfluss an Glück in deinem Leben, den du einer anderen Person schenkst, ohne dafür etwas zurück zu wollen.

Das ist der Grund, warum echte Liebe dich niemals unglücklich machen kann.

Wenn du wissen willst, ob du wirklich liebst oder bloß gierst, frag dich:

“Sind es meine Gefühle für sie, die mich zu einem glücklicheren Menschen machen — oder ist es nur das, was sie mir zurück gibt?”

Es ist nichts falsch daran, eine Frau zu wollen, ohne sie zu lieben. Lieben lernen kannst du sie meist ohnehin erst, nachdem du sie wirklich kennst.

Doch auch Wollen ist nicht gleich Wollen:

Du kannst entweder nach ihr gieren — abhängig sein von ihr, alles andere aufgeben für sie und dich unterordnen, alles nur für ein kleines Stück von ihr.

Oder du kannst sie verlangen — ihr in die Augen sehen und ihr ins Ohr flüstern, wie sexy du sie findest, und doch dabei gleichzeitig du selbst bleiben und dein Leben genießen.

Wer immer sich selbst aufgibt und den von Herzschmerz gepeinigten spielt:

Es hat nichts zu tun mit ihr.

Echte Liebe und echtes Verlangen fühlen sich gut an. Und zwar ganz egal, ob du sie bekommst oder nicht.

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