Cocky & Funny: Wie frech kannst du sein?

Samstag, Januar 8th, 2011

LESERFRAGE:

Hey Leo,

ich habe den Newsletter von dir und den von John Alanis abonniert. In deinem Newsletter sagst du man soll frech sein und sich ein bisschen wie mit ner kleinen Schwester zanken. Aber im anderem Newsletter von John steht dann, dass das nur Idioten machen.

Was ist jetzt richtig?!

Ich würde eher zanken, da bspw. ich einen Kerl kenne der sogar zu nem Mädel Schlampe sagt, dann ist sie sauer und später hat er sie in der Kiste liegen. Selbst habe ich die Erfahrung gemacht, dass mich ein Mädel mochte, die ich immer geneckt habe, weil sie schlecht in Kunst war. :-)

Mfg Niklas

ANTWORT:

Hey Niklas,

sehr gute Frage - und sehr aufmerksam von dir!

Der vzAppeal-Newsletter ist von mir, und der “Frauen sprechen dich an”-Newsletter ist von meinem Freund John (John ist echt! Ich besorge nur die Übersetzungen für ihn).

Was also ist jetzt “richtig”?

Ist Frechsein attraktiv, oder ist es dumm?

BEIDES! :)

Für jemanden, der immer total schüchtern gewesen ist, und der Mädels immer nach dem Mund redet und ihnen Gefallen tut und bei Problemen hilft usw., für den ist der Rat “sei frech” und “behandle sie wie deine kleine freche Schwester” sehr nützlich.

Für jemanden, der kein Problem damit hat, Mädels gegenüber “natürlich” zu sein, wäre Frechsein bloß eine Rolle, die er spielen würde. Und wenn das das Einzige ist, was er mit einer Frau macht, würde sie nach einer Weile gelangweilt davon sein.

Es gibt ein Sprichwort:

“Wer gut ist mit dem Hammer sieht in allem einen Nagel.”

Und mit Frechsein ist es genauso.

Du musst lernen, wie du es einsetzt. Du musst es erstmal machen, damit du siehst, dass du es kannst, und wie es funktioniert. Aber nachdem du es beherrscht hast, darfst du nicht dazu verfallen, ab jetzt NUR NOCH “frech” zu sein. Das wäre, wie wenn du überall mit dem Hammer draufschlägst, egal ob es ein Nagel ist oder nicht.

Wenn du einmal begriffen hast, wie Frechsein funktioniert, brauchst du es nicht andauernd benutzen. Es reicht, dass du weißt, dass du es zur Verfügung hast — dass du’s jederzeit “rausholen” kannst.

Und dann kannst du ein attraktiver Kerl sein, der AUCH ab und zu eine freche Seite hat.

Liebe Grüße,

Dein Leo

P.S. Das wirklich Attraktive am Frechsein ist, dass eine Frau sieht, dass du dich nicht für sie verstellst. Ich würde nie zu einer Frau “Schlampe” sagen (das ist nicht frech, das ist beleidigend). Und ich würde auch nie mit ihr streiten (auch das hat nix mit Männlichkeit zu tun… bei bestimmten Frauen funktioniert es trotzdem, weil manche Frauen süchtig nach Drama und Gefühlsachterbahnfahren sind… aber das sind NICHT die Frauen, mit denen ich meine Zeit verbringen will).

Frechsein heißt für mich, Dinge zu tun, einfach bloß weil ICH gerade Spaß daran habe… ganz egal, was jemand anders davon hält (und ganz egal, was SIE davon hält). Und Frauen finden das attraktiv, weil sie sehen, dass du “echt” bist, und dass du keine Rolle für sie spielst.

Das Gefühl, das du ihr geben willst, ist:

“Ich mache meine eigenen Regeln und passe mich nicht an dich an… UND ich find’ dich soooo knuffig. Ich brauche dich nicht… UND ich will dich. Ich kann ohne dich leben und werde so oder so Spaß haben und jede Sekunde genießen… UND ich liebe jeden Augenblick mit dir.”

Für die meisten Kerle ist diese Einstellung schwer zu finden, weil sie glauben, um etwas zu wollen, müssten sie es brauchen und alles dafür tun.

Und genau deshalb ist die “Frecher-Junge”-Mentalität so nützlich:

Jeder weiß, was ein “frecher großer Bruder” ist. Jeder kann sich vorstellen, wie ein großer Bruder seine kleine Schwester liebt, und sie trotzdem aufzieht. Wie er froh ist, wenn er mal seine Ruhe vor ihr hat, und trotzdem keine Sekunde mit ihr missen möchte.

Der “freche Junge” ist ein Vorbild, das dir hilft zu erkennen, dass Liebe und Sich-NICHT-an-den-Anderen-anpassen kein Widerspruch sind… sondern ein und dieselbe Sache!

P.P.S. John’s kostenlosen Newsletter gibt es hier (nicht nur für Kerle ab 30).

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“Du bist nicht mein Typ” - Woran du erkennst, ob du auf ihrer Wellenlänge bist oder nicht

Donnerstag, Dezember 9th, 2010

Manchmal gibst du dir so viel Mühe mit einer Frau… und TROTZDEM will es einfach nicht klicken.

Lass uns ein kleines “Gedankenexperiment” machen.

Stell dir vor jede Frau ist durch ihre Genetik und ihre Lebenserfahrungen “vorprogrammiert” auf einen Kerl mit einer bestimmten “Wellenlänge”. Ihr Leben lang hat sie Männer gesehen — ihren Dad, ihren Kindergartenfreund, den Typ aus der Soap im Fernsehen… alle diese Männer haben Spuren in ihr hinterlassen. Und jetzt ist sie auf einen bestimmten Prototyp geprägt.

Nicht auf ein bestimmtes Aussehen. Nicht auf eine bestimmte Größe. Nicht auf einen bestimmten Charakter. Aber auf ein bestimmtes “Feeling”, eine bestimmte “Wellenlänge”… einen bestimmten “Typ”.

Trifft sie diesen “Typ” von Mann, einen Mann mit dieser “Wellenlänge”, wird sie neugierig sein und lächeln und Fragen stellen und mehr und mehr über ihn erfahren wollen. Und trifft sie jemanden, der nicht “diesem Typ” entspricht, und nicht “auf dieser Wellenlänge” ist, wird sie zwar höflich sein, und nett, und ihm eine Chance geben… aber tief im Inneren wird sie immer das Gefühl haben, dass es nicht “das Richtige” ist.

Stell es dir vor, sie ist wie ein Radio mit voreingestellter Frequenz: Wenn die Frequenz auf 91,4 Megahertz eingestellt ist, und du sendest auf 92 Megahertz… dann ist es ganz egal, wie viel Mühe du dir gibst und wie viel Energie du reinsteckst:

Was bei ihr ankommt, wird immer durchsetzt sein mit Störungen, Verzerrungen und statischem Rauschen.

Es liegt nicht an dir.

Es liegt nicht an ihr.

Es liegt nur daran, dass ihr auf UNTERSCHIEDLICHER FREQUENZ funktioniert.

Ich sage nicht, dass es wirklich “SO IST”. Ich sage nicht, dass jede Frau wirklich nur einen “Typ” hat, auf den sie anspringt - geschweige denn, dass sie wüsste, wer dieser Typ ist und wer nicht.

Ich sage nur: Stell dir vor, es WÄRE so — und dann schau, ob dir diese Metapher hilft. Denn die Sache ist: Wenn du dich dafür runtermachst, dass es mit einer Frau nicht “klickt”, tust du weder dir noch ihr damit etwas Gutes. Es ist verschwendete Energie. Viel besser deshalb, wenn du an irgendeinem Punkt in Betracht ziehst, “Hmmm… vielleicht sind wir einfach nicht auf derselben Wellenlänge”.

Jetzt fragst du vielleicht:

“Heißt das nicht, dass ich gleich aufgeben sollte, wenn eine Frau mich nicht anspricht, oder mir nicht beim ersten Mal zurück schreibt, oder wenn mein Gespräch mit ihr stecken bleibt? Kann ich dann nicht davon ausgehen, dass wir nicht auf derselben Frequenz funktionieren?”

Nein!

Wenn du Radiosender bist, kannst du auch nicht einfach sagen, “Okay Jungs, lasst uns Strom sparen. Wir fahren unsere Sendeleistung runter auf die eines ferngesteuerten Spielzeugautos… wer unsere Frequenz richtig eingestellt hat und uns WIRKLICH empfangen will, wird schon von alleine zu uns kommen”.

Natürlich willst du weiter deine volle Sendeleistung ausschöpfen!

Du willst, dass möglichst viele Frauen möglichst viel von deinem echten Charakter zu sehen bekommen. Du willst wissen, dass DU dein Bestes getan hast, und alle Hindernisse VON DEINER SEITE aus dem Weg geräumt hast. Denn nur dann kannst du dir, wenn’s dann trotzdem nicht funktioniert, sicher sein, dass es wirklich an der Frequenz liegen muss.

Mit anderen Worten:

Bevor du zu dem Schluss kommst, “wir sind nicht auf derselben Wellenlänge”, musst du zuerst alle anderen möglichen Kommunikationsblockaden ausschließen.

Das heißt:

Du musst Mädels ansprechen (wenn du nichts aussendest, kann auch niemand was empfangen).

Du musst wissen, WAS du aussendest (wenn dein Sender keinen Inhalt hat oder bloß künstliche Werbung bringt, machen die Leute das Radio aus).

Und du musst dafür sorgen, dass das, was du aussendest, ihr deinen wahren Charakter zeigt — und zwar möglichst unverzerrt von Ängsten, Erwartungen oder Unsicherheiten (wenn dein Signal nicht klar ist sondern schon im Studio durchsetzt von Rauschen, dann kannst du auf der Funkstrecke die beste Verbindung zu ihr haben, die man haben kann, und es wird TROTZDEM so sein als wärst du auf einer völlig anderen Frequenz).

Also tu dein Bestes. Sei mutig. Mach dich frei von allem, was dich zurück hält.

Aber wenn du merkst, dass ihr Empfänger nicht auf dich anspringt, verschwende nicht deine wertvolle Energie weiter daran. Stattdessen, such weiter, und gib dich nicht zufrieden, bis du einen Empfänger gefunden hast, der perfekt auf dich abgestimmt ist. Denn dann wird alles was du tust mühelos sein — nur Spaß, nur Vergnügen, und nie wieder Frust oder Schmerz.

Das ist, wie Liebe sein soll.

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Leserfrage: Sie erzählt von anderen Männern

Dienstag, März 3rd, 2009

Frage:

Es gibt eine Frau, von der ich glaube, dass sie sich für mich interessiert. Sie fängt jetzt aber immer an, mir zu erzählen, wie sie gerade dabei ist einen Mann zu finden. Sie erzählt mir dann von anderen Typen und davon, dass sie nach Paris fahren möchte um ihren Traummann zu finden. Ich vermute, dass sie mich bloß testen will. Wie kann ich hier reagieren?

Antwort:

Du hast wahrscheinlich recht und sie will dich nur testen. Sie will sehen, ob du dich verunsichern lässt durch den Gedanken, dass sie einen Mann sucht und dich dabei scheinbar nicht in Betracht zieht. Sie will sehen, ob du jetzt eifersüchtig aufhüpfst und rufst “Nimm doch mich! Nimm doch bitte mich!”. :-)

Spiel ihr Spielchen einfach mit - und nimm es dabei selbst in die Hand. Schreib ihr, dass du ihr helfen wirst. Schreib ihr, dass du sie mit nach Paris nimmst und dass du dann mal einen richtigen Kerl für sie findest. Einen, der mal ein richtiger Mann ist, und nicht nur einer von den Luschen die sich sonst angezogen fühlen von ihr. (Alles natürlich in verspieltem Ton!)

Wenn du sie angeschrieben hast, wird sie sich wundern, ob du dich selbst jetzt mit zu diesen “Luschen” zählst — oder ob du am Ende vielleicht gar nicht interessiert bist an ihr und bloß mit ihr rumblödelst. Und dann wird sie anfangen, dir den kleinen Finger zu geben, um zu testen, ob du vielleicht doch noch anbeißt.

Lass deiner Fantasie freien Lauf und mal euer Pariser Abenteuer richtig aus. Beschreib ihr, was für einen Mann du für sie suchst, wo ihr hingeht, was für einen du für sie findest, wie er reagieren wird…und wie es dann mit den beiden weitergehen wird über das nächste Jahr, über die nächsten zehn Jahre und über die nächsten fünfzig Jahre.

Hab deinen Spaß damit, den Spieß umzudrehen. Du kannst darauf gespannt sein, wie sie reagiert.

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Attraktiv sein = Aufhören, Unattraktives zu tun

Montag, März 2nd, 2009

Viele Leute denken, um attraktiv zu sein, müsste man etwas tun.

Das Gegenteil ist richtig:

Der größte Teil von Attraktivität besteht darin, dass man unattraktive Dinge unterlässst.

Das gilt überall — in der Welt draußen genauso, wie im Online-Flirt. Online kann man es aber besonders gut beobachten.

Attraktiv zu sein bedeutet nicht, dass man besonders witzige Sprüche drauf haben oder ausgefallene Techniken beherrschen müsste. All diese Dinge sind in Wirklichkeit nur Krücken, mit denen man nach und nach lernt, falsche Gewohnheitsmuster abzulegen.

Erinnere dich einfach mal zurück, wie du als Kind warst. Hattest du da Probleme, jemand Fremdes anzusprechen? Ist es dir da schwer gefallen, einem Mädel zu sagen, dass du mit ihr spielen willst? Wenn du weit genug zurück denkst, wirst du feststellen:

Am Anfang waren wir alle kleine Abenteurer.

Nur:

Das ist uns leider ausgetrieben worden. Wir haben alle gerlernt, dass man sich nicht einfach nehmen kann, was man will, dass man nicht einfach fremde Leute ansprechen darf, und dass man zu allererst auf die Gefühle der Anderen achen muss.

In vielen Situationen sind diese Regeln vielleicht nützlich. Beim Flirten sind sie es aber nicht.

Was sind die größten Fehler, die Männer bei Frauen machen?

Hier ist eine Liste. Sie stammt vom “Vater des Dating-Ratgebers”, David DeAngelo:

  1. Du bist überfreundlich.
  2. Du versuchst, sie dazu zu bringen, dass sie dich mag.
  3. Du suchst ständig ihre Bestätigung und fragst bei allem um Erlaubnis.
  4. Du versuchst, dir ihre Liebe mit Geschenken und Gefallen zu erkaufen.
  5. Du redest dir zu früh zu starke Gefühle ein, obwohl du sie noch gar nicht richtig kennst.
  6. Du verwechselst männliche Attraktivität mit Nettsein.
  7. Du glaubst, du brauchst Geld und Aussehen um eine Frau von dir zu “überzeugen”.
  8. Du lieferst dich ihr aus und servierst ihr deine Gefühle auf dem Silbertablett.
  9. Du hast Angst, nicht in jeder Situation die richtigen Worte bereit zu haben.
  10. Du weigerst dich, dazu zu lernen, weil du glaubst, du wärst sonst nicht mehr “du selbst”.

Autoren wie David und ich tun nichts anderes, als diese Verhaltensweisen abzustellen.

Es ist nicht so, dass Männer von Natur aus unattraktiv wären und erst etwas lernen müssten, um ein vollständiger Mann zu werden.

Es ist genau andersherum:

Die meisten Männer sind nur eingehüllt in Vorstellungen und Überzeugungen und Angewohnheiten, die ihre natürliche Attraktivität verdecken.

Die Aufgabe von Dating-Coaches ist nichts anderes, als diese Barrieren nach und nach abzuschichten.

Und das ist genauso, wie wenn man jemandem das Rauchen abgewöhnen will: Man kann nicht einfach sagen: “Hör auf damit!”. Einfach aufzuhören wäre ein Akt von purer Willenskraft, und die versiegt irgendwann immer.

Um unattraktive Verhaltensweisen abzustellen, müssen sie erstmal durch andere Verhaltensweisen ersetzt werden. Und hier kommen Material und Techniken ins Spiel. Diese Dinge sind nur Krücken für den Anfang, die dir zeigen, dass du auch ohne deine alten Verhaltensweisen auskommst.

Wenn du mit einer unattraktiven Angewohnheit aufhörst, entsteht ein Vakuum. Sprüche und Spiele und Persönlichkeitstests haben nur die Aufgabe, dieses Vakuum zeitweilig zu stopfen.

Was am Ende den Unterschied macht, ist aber nicht der neue Spruch, sondern die Tatsache, dass du die unattraktive Verhaltensweise abgelegt hast, die vorher an seiner Stelle gestanden hat.

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