Mehr Selbstbewusstsein beim Flirten

Sonntag, Januar 2nd, 2011

Selbstbewusstsein wird ausgemacht durch das, worüber du am meisten nachdenkst:

Denkst du über das Positive nach, das du WILLST… oder denkst du über das Negative nach, das du NICHT WILLST?

Das ist, was Robert Kennedy gemeint hat als er sagte:

“Die meisten Männer sehen die Dinge wie sie sind und fragen ‘Warum’. Ich sehe Dinge, die noch nie gewesen sind, und frage ‘Warum nicht’.”

Anders gesagt:

Die meisten Menschen haben ihre volle Aufmerksamkeit auf dem, was sie NICHT wollen, und kämpfen dagegen an… und verpassen dabei völlig, sich ein Bild von dem zu machen, was sie eigentlich STATTDESSEN haben wollen.

BEISPIEL 1:
“Ich will mich nicht vor den Anderen blamieren.”

-> Was siehst du vor Augen, wenn du den Gedanken denkst? Richtig: Wie du dich blamierst!

BEISPIEL 2:
“Ich möchte gesund sein.”

-> Was meinen die Leute, wenn sie das sagen? Richtig: “Ich will nicht krank werden”. Sie benutzen ein positives Wort (”Gesundheit”), ja… aber die VORSTELLUNG DAHINTER ist kein klares Bild von dem, was sie wollen… sondern nur der Gedanke, dass sie vermeiden müssen, was sie NICHT wollen… nämlich krank zu werden.

Die meisten Leute haben sich noch nichtmal VORGESTELLT, was sie wirklich wollen. Wie also wollen sie es dann jemals wahr machen?

Sie erzählen dir, sie wollen reich sein — aber wenn du sie fragst warum, können sie’s dir nicht wirklich sagen. Klar, sie erzählen dir “damit ich nie wieder arbeiten muss”, und “damit ich mir nie wieder Sorgen um Geld machen muss”. Aber merkst du was? Richtig: Auch das ist wieder bloß, was sie NICHT wollen. Das, wovon sie WEG wollen. Doch von dem, wo sie wirklich HIN wollen, davon haben sie überhaupt kein Bild!

(Eine andere Methode, mit der Leute diesen Mangel an Vision zu überdecken versuchen ist, dass sie dir Sachen erzählen, von denen sie glauben, dass sie sie “wollen sollten”. Also Klischeesachen wie “ein Haus bauen” oder “eine Weltreise machen”. Sie sagen diese Sachen, weil sie sie irgendwo aufgeschnappt haben. Doch wenn du fragst, wie das Haus aussehen soll, das sie bauen wollen, oder auf welcher Route sie um die Welt reisen und welche Orte sie besuchen wollen, wirst du keine Antwort bekommen… die Worte “Haus bauen” und “Weltreise machen” sind leere Klischees. Eine echte Vorstellung, ein echtes “Bild” von dem, was sie eigentlich wollen, haben sich die meisten Leute nämlich nie gemacht.)

Leute erzählen dir, sie wollen “gesund” sein, aber wenn du sie fragst, warum, sagen sie, dass sie keine Krankheiten haben wollen und nicht so schnell alt und dement werden. Sie haben ein klares Bild von den Dingen, die sie vermeiden wollen… aber von dem Zustand, zu dem sie HIN wollen, haben sie keinen Schimmer — genauso wenig, davon, was “gesund” eigentlich für sie bedeutet oder was sie von ihrem Körper wollen AUSSER dass er sie nicht mit Krankheiten und Behinderungen limitiert.

Und Leute erzählen dir natürlich ebenso, dass sie die Partnerin ihrer Träume finden wollen. Doch auch hier, frag sie warum, und die Antwort wird sein: “Damit ich mich nicht mehr einsam fühle.”

Ja, Leute die eine Partnerin suchen werden dir auch erzählen, dass sie “Liebe” wollen… Aber da ist es genauso, wie mit dem Wort “Gesundheit”: Was sie meinen mit “Ich will Liebe” ist in Wirklichkeit nicht mehr als “Ich will mich nicht mehr innerlich leer fühlen”. Das Bild im Kopf ist auch hier wieder ein Bild von Leere… von einem Zustand, von dem sie WEG wollen, anstatt von dem Ziel, zu dem sie HIN wollen.

Die Folge davon ist, dass die meisten Männer keine Ahnung haben, was sie eigentlich von einer Frau erwarten. Ja, sie geben dir auch hier wieder eine Menge Klischee-Antworten á la “Liebe”, und “Vertrauen” und “Treue”… Aber all diese Worte sind nur Ängste in Verkleidung: “NICHT leer fühlen”, “NICHT verletzt werden” oder “NICHT hintergangen und blamiert werden”. Ausgemalt in der Vorstellung im Kopf ist wieder nur das, was sie VERMEIDEN wollen. Und was fehlt in dem Bild ist wieder das, was sie eigentlich STATTDESSEN haben wollen.

(Das ist übrigens auch was Frauen meinen wenn sie sagen: “Ich will einen Mann, der weiß was er will”.)

Deshalb frage dich:

“Woran denke ich die meiste Zeit — ist es das Positive zu dem ich hin will, oder ist es das Negative von dem ich weg will?”

Nimm dir jeden Tag ein paar Minuten Zeit zum Tagträumen. Beseitige alle Ablenkungen wie Handy und Fernseher und Radio, und dann stell dir deine ideale Szene vor. Egal aus welchem Bereich deines Lebens:

- Wie du beim Date einer Frau in die Augen siehst und ihr euch küsst.

- Wie du ein fremdes Mädel auf der Straße ansprichst.

- Wie du auf Arbeit deinen Vortrag vor dem Kollegium abschließt und alle klatschen.

Nimm nur diese eine kleine Situation… den Moment, der für dich dein ultimatives Ziel verbildlicht. Und dann stell dir diesen Moment, diesen kurzen Abschnitt in allen Details vor:

Was siehst du?

Was hörst du?

Was riechst du?

Wie ist die Temperatur?

Wie ist deine Haltung?

Wie fühlen sich die Gegenstände an?

Male die Szene aus.

Tauch’ ein.

Das soll Spaß machen!

Fünf Minuten am Tag, wo du haben kannst was du willst. Ganz nach DEINER Regieanweisung! :-)

Wenn du eine Freundin willst, mal dir aus, wie eure Tage zusammen aussehen würden, was ihr machen würdet. Wenn du dir nie wieder Sorgen darum machen müsstest, dich innerlich leer zu fühlen, oder verletzt zu werden, oder oder in deiner Freiheit eingeschränkt zu werden… wenn all diese negativen Ängste als Motivation wegfallen, was wäre dir dann wichtig?

Wenn du die Garantie hättest, dass du mit keiner Frau auf der Welt innere Leere oder Schmerz oder Blamage erleben könntest… dass du unsterbliche Anerkennung, Kontrolle und Sicherheit hättest… wie würdest du dann unter den Milliarden von Frauen auswählen? Welche Charakterzüge und Eigenschaften wären dir dann an ihr wichtig, damit du deine Träume mit ihr wahr machen kannst? Was wären deine Kriterien?

Wenn du eine Frau ansprechen willst, wie soll eure Begegnung ablaufen? Welche Gefühle willst du der Reihe nach in ihr wecken… wie soll sie sich fühlen, was soll sie empfinden, und woran würdest du es erkennen? Stell dir den idealen Ablauf vor und geh die Szene sooft in deiner Vorstellung durch, bis sie dir in Fleisch und Blut übergeht.

Bevor Profi-Golfer Tiger Woods die US Masters gewonnen hat, ist er über JAHRE wieder und wieder dieses Turnier in Gedanken durchgegangen und hat sich jeden einzelnen Schlag vorgestellt. Und als es dann Wirklichkeit geworden ist, stand er als Champion auf der Bühne und hat gesagt: “Wisst ihr, ich habe schon so lange von diesem Turnier geträumt und bin es wieder und wieder in meinen Tagträumen durchgegangen. Aber so weit, was ich zur Siegerehrung sagen würde, so weit habe ich leider nicht gedacht.”

John F. Kennedy hat sich 1961 vor die Welt gestellt und gesagt, die USA würden noch vor Ende des Jahrzehnts einen Menschen auf den Mond und sicher wieder zurück zur Erde bringen. Zu dem Zeitpunkt war die NASA ein völlig chaotischer Haufen, und die meisten ihrer Proberaketen sind beim Start explodiert. Jeder “Normalbürger” hätte gesagt, er will “dass es weniger Unfälle gibt” und dass die USA “sich nicht blamieren, weil die Russen besser sind als wir”.

Was JFK gesagt hat, klingt jetzt im Nachhinein wie keine große Sache. Aber denk mal drüber nach, wie außergewöhnlich so eine vollmundige Ankündigung ist:

In jedem Unternehmen hörst du heute ständig “Wir dürfen nicht zulassen dass…”, oder “Wir müssen verhindern dass…”, oder “Wir müssen Problem XY mehr Aufmerksamkeit schenken”. Praktisch JEDER motiviert sich und sein Umfeld durch Angst, durch Bilder von dem, was er NICHT will. Und fast NIEMAND motiviert sich und sein Umfeld durch VISION, durch Bilder von dem, was er STATTDESSEN wahr machen will!

Hör auf, das Spiel zu spielen um “nicht zu verlieren” — und fang an, zu spielen um zu gewinnen!

Es macht einen gewaltigen Unterschied, ob du aus der Anziehung zu dem heraus handelst, was du haben willst, oder aus der Furcht vor dem heraus, was du vermeiden willst.

Liebe Grüße,
Dein Leo

P.S. Das “STATTDESSEN” ist immer wichtiger als das, was du loswerden willst:

Für Leute zum Beispiel, die mit Rauchen aufhören wollen, ist das “mit Rauchen aufhören” der UNWICHTIGSTE Teil der Geschichte. Was viel wichtiger für sie ist, ist die Frage: “Was mache STATT des Rauchens, wenn ich mit Freunden unterwegs bin, oder Pause habe auf Arbeit, oder wenn ich das Gefühl habe, ich brauche irgendwas im Mund?”. Solange du nicht das “STATTDESSEN” beantwortest, wirst du auch das Rauchen nicht loswerden.

Und in Sachen Frauen und Datingleben ist es genauso:

Solange du kein klares Bild vor Augen hast von dem, was du STATTDESSEN haben willst, so lange wirst du auch die Sachen nicht loswerden, die dich im Moment stören.

Zu sagen, “Ich will einfach nur das loswerden, was mich im Moment stört”, genügt NICHT. Wenn du ein schönes Bild haben willst, und alles was du im Moment hast ist ein Krakel auf nem Blatt Papier, dann reicht es nicht, den Krakel weg zu radieren. Du musst auch wissen, wie du die neue, leere Fläche STATTDESSEN ausfüllen willst.

Wenn deine mentalen Bilder sich um das drehen, was dich stört — dann kriegst du genau das. Wenn sie sich aber um das drehen, was du STATTDESSEN haben willst — dann ist es DAS, was du auch kriegen wirst.

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Teleskopieren

Montag, Dezember 20th, 2010

Die meisten Leute, wenn sie einmal erwachsen sind, verändern sich kaum noch.

Sie leben ihr Leben im Alltagstrott… und wenn sie sich dann umgucken, merken sie, dass die besten Jahre an ihnen vorbeigezogen sind.

Warum passiert das?

Das passiert, weil Leute nicht wirklich HINSCHAUEN, wo ihr Lebensstil sie hinführt. Sie SEHEN es nicht… und deshalb haben sie in dem Moment, wo sie etwas verändern könnten, auch keinen Grund, irgendetwas Neues zu probieren. Sie bleiben einfach beim alteingefahrenen Schema — einfach deshalb, weil es “vertraut” und “sicher” erscheint.

Beispiel:

Ein 25jähriger Kerl hat bis jetzt noch nie eine Freundin gehabt. Er hat sich schon 2-3mal richtig doll verknallt. Und jedesmal ist er monatelang verrückt nach diesem einen Mädel gewesen, hat von ihr geträumt, hat sich Fantasiebilder über die Zukunft gemacht, und hat gehofft, dass früher oder später “der richtige Moment” kommen wird. Und wenn der “richtige Moment” mit ihr nicht gekommen ist, und wenn er gemerkt hat, dass seine Fantasiebilder mit ihr niemals Wirklichkeit werden… dann dauert es nicht lange, bis er die Nächste findet. Die Nächste, die dann “WIRKLICH die Richtige” ist…

Ein Mann, der so lebt, läuft wieder und wieder gegen die Wand… und trotzdem wird er sich immer einreden, dass er “auf dem richtigen Weg ist”.

Warum?

Weil er sein Glück in der Zukunft sucht. Er denkt, er muss nur lange genug weitermachen, und dann wird es irgendwann “schon klappen”.

Albert Einstein hat dazu gesagt:

“Die Definition von Geisteskrankheit ist, wenn man wieder und wieder genau dasselbe tut, und dann trotzdem erwartet, dass etwas anderes herauskommt.”

Der einzige Weg, so eine “Geisteskrankheit” in sich selber zu erkennen ist, HINZUSCHAUEN. Solange du nicht gezielt hinschaust, wirst du blind für deine “Geisteskrankheit” sein… und du wirst wieder und wieder tun, was du schon immer getan hast, und es wird sich nie etwas verändern.

Und wie “schaust du hin”?

Du schaust hin, indem du eine Technik benutzt, die sich “Teleskopieren” nennt.

Beim Teleskopieren fragst du dich selber:

“Wenn ich weitermache wie bisher, wo werde ich dann in zwei Monaten sein? In zwei Jahren? Oder in zehn Jahren?”

Stell dir vor, der Kerl aus unserer Beispielgeschichte hätte sich diese eine kleine Frage gestellt. Wie viele Jahre voller Enttäuschungen, voller vergebener Liebesmüh und voller Schmerz hätte er sich damit ersparen können?

Er hätte frühzeitig gemerkt: “Hey, was ich hier mache, scheint nicht zu funktionieren. Schon bei drei Frauen habe ich es genauso gemacht, und jedes Mal wollten sie mich ‘nur als Kumpel’.”

Er hätte erkannt:

“Dass ich immer auf die Nase falle, liegt wahrscheinlich gar nicht an MIR… es liegt an meinem Verhalten! Ich brauche bloß beim nächsten Mal etwas anders machen, und schon wird etwas anderes dabei rauskommen.”

Teleskopieren gibt dir Antrieb. Es lässt dich sehen, auf welches Ziel dein Leben im Augenblick zusteuert… und es gibt dir die Chance, mit einer kleinen Kurskorrektur heute einen gewaltigen Unterschied in deiner Zukunft zu machen.

Du kannst es überall verwenden:

- für dein Datingleben
- für deine Beziehung
- für dein Sexleben
- für deine Gesundheit
- für Job und Karriere
- und, und, und…

Nimm dir das Thema, das dich am meisten frustriert im Moment… und dann frag dich:

“Wenn ich weiter das mache, was ich bisher gemacht habe, und wenn ich weiter immer nur die Ergebnisse bekomme, dich ich bis jetzt damit bekommen habe… wie wird mein Leben dann in zwei Jahren von heute aussehen? Oder in fünf? Oder in zehn?”

Und wenn dir die Antwort nicht gefällt — kein Ding:

Du weißt jetzt die Richtung, und du kannst jetzt den Kurs korrigieren.

Liebe Grüße,
Dein Leo

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Leserfrage: Sie erzählt von anderen Männern

Dienstag, März 3rd, 2009

Frage:

Es gibt eine Frau, von der ich glaube, dass sie sich für mich interessiert. Sie fängt jetzt aber immer an, mir zu erzählen, wie sie gerade dabei ist einen Mann zu finden. Sie erzählt mir dann von anderen Typen und davon, dass sie nach Paris fahren möchte um ihren Traummann zu finden. Ich vermute, dass sie mich bloß testen will. Wie kann ich hier reagieren?

Antwort:

Du hast wahrscheinlich recht und sie will dich nur testen. Sie will sehen, ob du dich verunsichern lässt durch den Gedanken, dass sie einen Mann sucht und dich dabei scheinbar nicht in Betracht zieht. Sie will sehen, ob du jetzt eifersüchtig aufhüpfst und rufst “Nimm doch mich! Nimm doch bitte mich!”. :-)

Spiel ihr Spielchen einfach mit - und nimm es dabei selbst in die Hand. Schreib ihr, dass du ihr helfen wirst. Schreib ihr, dass du sie mit nach Paris nimmst und dass du dann mal einen richtigen Kerl für sie findest. Einen, der mal ein richtiger Mann ist, und nicht nur einer von den Luschen die sich sonst angezogen fühlen von ihr. (Alles natürlich in verspieltem Ton!)

Wenn du sie angeschrieben hast, wird sie sich wundern, ob du dich selbst jetzt mit zu diesen “Luschen” zählst — oder ob du am Ende vielleicht gar nicht interessiert bist an ihr und bloß mit ihr rumblödelst. Und dann wird sie anfangen, dir den kleinen Finger zu geben, um zu testen, ob du vielleicht doch noch anbeißt.

Lass deiner Fantasie freien Lauf und mal euer Pariser Abenteuer richtig aus. Beschreib ihr, was für einen Mann du für sie suchst, wo ihr hingeht, was für einen du für sie findest, wie er reagieren wird…und wie es dann mit den beiden weitergehen wird über das nächste Jahr, über die nächsten zehn Jahre und über die nächsten fünfzig Jahre.

Hab deinen Spaß damit, den Spieß umzudrehen. Du kannst darauf gespannt sein, wie sie reagiert.

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