Liebeskummer-Hilfe: 7 bombensichere Tipps gegen Liebeskummer

Freitag, März 27th, 2009

Was tun bei Liebeskummer

“Was tun gegen Liebeskummer?” — an irgendeinem Punkt im Leben fragt das sich jeder Mann einmal.

Egal, ob deine Freundin Schluss gemacht hat oder du einfach nur unglücklich verliebt bist: Liebeskummer raubt dir die Konzentration am Tag, den Schlaf in der Nacht und den Spaß an deinem Leben.

Und vor allem:

Dein Liebeskummer hilft weder DIR noch IHR etwas.

Doch das ist nur die logische Seite der Medaille.

Liebeskummer kommt in verschiedenen Phasen. Und nicht immer, wenn jemand fragt “Was tun bei Liebeskummer?” will er auch wirklich etwas tun gegen Liebeskummer.

“Wie bitte?”, wirst du jetzt vielleicht fragen, denn natürlich ist dein Liebeskummer ein Problem für dich. Sonst hättest du schließlich auch nicht nach Hilfe gesucht, nicht wahr?

Doch so einfach ist es nicht.

Es gibt einen Grund, warum die meisten Tipps gegen Liebeskummer nicht funktionieren.

Ganz ehrlich:

Wenn ich unglücklich verliebt bin und ich könnte das Gefühl mit einem Fingerschnipp abstellen — ich würde es nicht tun. Wenn mir jemand Liebeskummerpillen anbieten würde, mit denen der ganze Spuk sofort ein Ende hätte und ich mein Leben wieder normal und glücklich und ohne Gedanken an sie weiterleben könnte — ich würde sie nicht nehmen. Jedenfalls nicht in der ersten Phase.

Was ist die erste Phase? Die erste Phase ist die, in der du dir gerade erst eingestehst, dass diese eine bestimmte Frau etwas ganz besonderes ist und du sie auf keinen Fall verlieren willst.

Es ist der Punkt, an dem du bewusst deine eigene Schwäche zulässt — und du tust es, weil es sich gut anfühlt. Es gibt der ganzen Sache nämlich einen Sinn und eine Bedeutung.

Und genau das ist der Punkt:

Wir Menschen glauben zwar immer, dass wir Glücklichkeit suchen. Wir denken, dass wir alle zu jeder Zeit lustig sein und lachen wollen. Aber das stimmt eben gerade nicht.

Was wir wirklich suchen ist SINN.

Wir tun nicht das, was uns am glücklichsten macht, sondern das, was uns am ehesten das Gefühl von Bedeutung gibt.

Das ist der Grund warum Menschen sich in Gefahr begeben um anderen zu helfen.

Das ist der Grund warum Menschen wegen einem Strafzettel vor Gericht ziehen, obwohl die fünf Euro den Aufwand und den Stress längst nicht wert wären.

Und das ist auch der Grund, warum wir uns einreden nur mit dieser einen Frau glücklich sein zu können, die wir nicht haben können.

Wenn dir das erstmal klar ist, wirst du auch verstehen, warum die meisten Liebeskummer-Tipps nicht helfen:

Du wirst sie zwar lesen und verstehen.

Aber solange du in der ersten Phase bist wirst du sie niemals anwenden:

Du hast hart für diesen Liebeskummer gearbeitet, und er gibt dir das Gefühl, etwas von Bedeutung zu tun. Wenn du das jetzt alles kaputt machen würdest, würdest du dich bloß fühlen als hättest du deine eigenen Gefühle verraten und dich selbst sabotiert!

Tipps gegen Liebeskummer funktionieren nur in der zweiten Phase.

Erst in der zweiten Phase bist du wirklich offen dafür, etwas zu tun gegen deinen Liebeskummer.

Das einzige, was dich in der Phase noch zurückhält ist deine eigene Trägheit und Langeweile:

Du bleibst verliebt, weil du dich nicht neu verliebst.

Und du bleibst fixiert auf diese eine Frau, weil es gerade nichts anderes gibt aus dem du mehr Bedeutung schöpfen könntest.

Liebeskummer überwinden ist in dieser Phase nur noch eine Frage der Ablenkung.

“Was tun bei Liebeskummer” ist dann ein Kinderspiel:

1. Triff die Entscheidung dass du wirklich nach vorn willst.

Triff die Entscheidung, dass du dich jetzt wieder auf die Zukunft konzentrieren willst. Lass los. Und Sei neugierig auf die Überraschungen, die das Leben für dich als nächstes auf Lager hat.

2. Lösch sie aus deinem Handy.

Meinetwegen übertrag ihre SMS auf den PC und archivier sie dort, aber sieh zu dass du sie aus deinem Blick verbannst. Sie lebt ihr Leben weiter - also tu du das auch.

3. Geh allem aus der Bahn, was dich an sie erinnert oder melancholisch macht.

Vermeide klischeehafte Liebesschnulzen im Fernsehen und schmeiß alles weg, was dich an sie erinnert. Und wenn du das nicht über’s Herz bringst, sperr es wenigstens so weg, dass es dir nicht mehr von alleine unter die Augen kommt.

4. Geh auf Abstand.

Wenn du mit ihr “freundschaftlichen” Kontakt hast, geh auf Abstand.

Und nein, das ist nicht böse gemeint ihr gegenüber: Keiner von euch beiden hat schließlich etwas davon, wenn du ihr und dir selbst etwas platonisches vorheuchelst, während du abends im Bett von ihr träumst.

5. Füll deine Träumzeiten mit Beschäftigung.

Beobachte dich selbst und finde raus, in welchen Situationen du an sie denkst. Das sind die Momente, in denen du zuviel Zeit und zu wenig Beschäftigung hast. Füll sie aus mit etwas, das dich beschäftigt. Fang an, Bücher zu lesen — abends vor dem Einschlafen, im Bus oder in der Straßenbahn. Damit lenkst du dich nicht nur sinnlos ab, sondern machst dich interessanter, weltoffener und selbstbewusster (meine persönlichen Favoriten: Shantaram, Der Ursprung). Und falls du nicht gern liest, probier es mit Hörbüchern für deinen MP3-Player…

6. Tu was dir Spaß macht.

Überleg dir, was dir Spaß macht — und dann tu mehr davon: Hobbies, Freunde, spielen, Geschäftsideen, Dinge reparieren, reisen, Musik… Du schuldest dir selbst dass du rausfindest worin du gut bist und was dir Spaß macht. Die Mädels tun das schließlich auch.

7. Flirte mit anderen Mädels.

Ich werde dir jetzt nicht sagen, was für tolle Mädels du kennenlernen wirst — denn ich weiß, dass du mir das im Moment sowieso nicht glauben wirst.

Jede Frau wird für dich wahrscheinlich erstmal nur wie ein billiger Ersatz wirken. Und du wirst auch nicht wirklich interessiert sein an jemand Neuem. Aber gerade das ist dein großer Vorteil!

Wenn du jetzt flirtest — egal ob im echten Leben oder auf StudiVZ & Co. — ist dir das Ergebnis egal. Du bist nicht auf der Suche, sondern experimentierst nur. Und das bedeutet, dass du lockerer, witziger und natürlicher sein wirst als du es sonst jemals könntest.

Und du weißt ja wie es ist mit der Liebe:

Die Liebe ist wie eine Katze — sie kommt von alleine zu dir, sobald du aufgehört hast sie zu verfolgen.

Mach jetzt den ersten Schritt und hol dir mein kostenloses Dating-Coaching in dein E-Mailpostfach! (”Diese Artikel per E-Mail sind echt die besten, die ich je gelesen habe. Jede einzelne macht absolut Sinn und öffnet mir die Augen ein Stück weiter.” - Roman, Bad Reichenhall)


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Der Mythos Traumfrau

Sonntag, März 1st, 2009

Den meisten Männern geht es nicht darum, ein Frauenheld zu werden.

Viele meiner Leser kommen zu mir, weil sie eine ganz bestimmte Frau für sich gewinnen möchte. Und der weit überwiegende Teil möchte nur seine Flirtfertigkeiten trainieren, um dann bereit zu sein, wenn ihm eines Tages die Traumfrau über den Weg läuft.

Für unerfahrene Männer ist “die Traumfrau” jedoch so etwas, wie “die richtige Gelegenheit”:

Man verbringt den größten Teil seines Lebens damit, auf sie zu warten.

Der Grund dafür ist einfach:

Viele von uns denken immernoch in festen Kategorien. Wir tun so, als gäbe es zwischen Mann und Frau nur “ein” oder “aus”. Entweder man ist “zusammen”, oder man ist es nicht. Entweder man ist “verliebt”, oder man ist es nicht.

Wir kleben diese Etiketten auf unsere Beziehungen, weil wir es überall so sehen. Unsere Eltern machen es uns so vor. In Zeitschriften und Ratgebern wird es uns so erzählt. Und in Filmen und Fernsehserien ist es schließlich auch nicht anders.

Doch wieviele Probleme machen wir uns damit?

Wenn man genau hinsieht, gehen die allermeisten Probleme mit Liebeskummer und die allermeisten Beziehungsprobleme auf dieses Schachteldenken zurück.

Nehmen wir das Beispiel Liebeskummer:

Liebeskummer entsteht, wenn wir uns einreden, wir seien in jemanden verliebt — und wenn dieser Jemand unsere Gefühle aber scheinbar nicht erwidert. Das Problem entsteht nur, weil wir unser Interesse gleich in Liebe umdeuten. Wir denken uns:

“Au weia. Ich merke, dass ich seit einiger Zeit besonders interessiert an diesem Mädel bin. Sie gefällt mir. Ich muss es mir wohl eingestehen: Ich bin über beide Ohren verliebt!!!”

Doch das ist natürlich Quatsch.

Nur weil man Interesse an einer Frau hat, nur weil sie einem gefällt und nur weil man vielleicht gerne mit ihr Zeit verbringen und die Dinge zum Knistern möchte, heißt das noch lange nicht, dass man diese Frau liebt.

Man ist einfach nur interessiert an ihr.

Der Unterschied ist gewaltig:

Wer “interessiert” ist, kann sich guten Gewissens nebenher auch noch anderweitig umschauen. Wenn ich an Lisa interessiert bin, kann ich mich nebenher auch noch mit Anna treffen und mit Franziska rumknutschen. Da ist nichts dabei.

Rede ich mir aber ein, dass ich “verliebt” bin, sieht die Sache gleich ganz anders aus. Dann ist sie nämlich die Einzige. Für meine Augen darf es dann nur noch diese eine Frau geben. Würde ich dann noch anderen Mädels hinterherschauen — das wäre pures Fremdgehen!

Bei Beziehungsproblemen ist es genauso. Auch hier liegt das Problem oft nicht in der , sondern an dem Etikett, das wir voreilig draufgeklebt haben.

Weil wir glauben, man “müsse sich entscheiden” zwischen “zusammen sein” und “nicht zusammen sein”, machen wir aus jedem Abenteuer eine feste — einfach, weil “man das eben so macht”. Was wir aber oft nicht sehen: Es gibt unterschiedliche Beziehungen.

Es gibt Hassbeziehungen. Es gibt Spielbeziehungen. Es gibt Sexbeziehungen. Es gibt Kumpelbeziehungen. Es gibt Kumpelbeziehungen mit Sex. Es gibt offene Beziehungen. Und, ja, es gibt natürlich auch feste, exklusive Beziehungen.

Wir tun oft so, als ob “” = “exklusive ” wäre — ganz automatisch, ohne freie Entscheidung. Versteh mich nicht falsch: Natürlich haben exklusive Beziehungen ihren Platz. Aber ob man zu Gunsten einer Person auf alle anderen Beziehungen verzichten will oder nicht, diese Entscheidung muss man schon selber treffen. Und zwar, nachdem man sich gegenseitig “ausprobiert” und die mit Beziehungen zu anderen Frauen vergleichen hat.

Wer das nicht tut, und sich einfach “hineinrutschen” lässt, wird früher oder später frustriert…

Und dann beginnt sie aufs Neue:

Die blinde Suche nach der Traumfrau.

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